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Hrubesch: Keine Krise im Juniorenfußball

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Der deutsche U-18-Nationaltrainer Horst Hrubesch sieht keine Krise im deutschen Fußball-Nachwuchs. Foto: Friso Gentsch Foto: dpa

Berlin (dpa) - Der ehemalige U-21-Trainer Horst Hrubesch hat nach den jüngsten Misserfolgen der deutschen Nachwuchsteams vor Aktionismus gewarnt und eine Versachlichung der Debatte angemahnt.


»Jetzt die große Krise im deutschen Nachwuchsfußball auszurufen, da lach ich mich kaputt«, sagte Hrubesch der Nachrichtenagentur dpa. Tags zuvor hatte die U 19 des Deutschen Fußball-Bundes die Qualifikation zur Europameisterschaft verpasst. Bei der EM in Israel hat die U 21 nach zwei Niederlagen keine Chance mehr aufs Halbfinale.

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»Klar haben wir es uns anders vorgestellt, aber wir wussten, dass so etwas passieren kann«, sagte der 62-Jährige. Sowohl bei der U 19 als auch bei der U 21 fehlten mehrere wichtige Spieler; beim älteren Jahrgang teilweise auch wegen der USA-Reise der A-Nationalmannschaft.

»Unser Weg, unsere Philosophie ist klar: Spieler, die oben spielen, bleiben auch im Normalfall oben. Die Frage ist: Geht man diesen Weg weiter oder nicht?«, sagte Hrubesch und betonte: »Wir können doch nicht von heute auf morgen davon abweichen, wenn mal ein Turnier nicht so gut läuft. Was in den letzten zehn Jahren passiert ist, ist der richtige Weg. Das jetzt nur an Titeln oder Endrunden festzumachen, ist falsch.« Hrubesch holte 2008 mit der U 19 und 2009 mit der U 21 den EM-Titel und trainiert heute beim DFB die U 18.