weather-image
27°

HSV beim 0:2 in Bremen chancenlos

0.0
0.0
Werder Bremen - Hamburger SV
Bildtext einblenden
Der Bremer Aaron Hunt (l) schoss gegen den HSV zwei Foulelfmeter, traf aber nur ein Mal. Foto: Carmen Jaspersen Foto: dpa

Bremen (dpa) - Zwei neue Spieler, vier Umstellungen und eine verbesserte Abwehrarbeit haben die erneute HSV-Pleite nicht verhindert.


Ohne den großen Hoffnungsträger Rafael van der Vaart, der erst in zwei Wochen in die Fußball-Bundesliga zurückkehren kann, verlor der Hamburger SV das 97. Nord-Duell beim hanseatischen Rivalen Werder Bremen verdient mit 0:2 (0:0). Nach der zweiten Niederlage im zweiten Saisonspiel wird der Erwartungsdruck für van der Vaart beim krisengeschüttelten HSV immer größer.

Anzeige

«Er kann die Last nicht allein tragen», warnte HSV-Trainer Thorsten Fink. «Wir haben nach einer ordentlichen ersten Halbzeit das Spiel durch individuelle Fehler verloren. Im eigenen Strafraum muss man den Ball auch mal wegschlagen», analysierte Fink eine Begegnung, in der die Offensiv-Qualitäten seiner Mannschaft allenfalls in der Schlussphase aufblitzten. Zu diesem Zeitpunkt hatte Werder den ersten Saisonsieg durch Tore von Aaron Hunt (52./Foulelfmeter) und Nils Petersen (67.) bereits unter Dach und Fach gebracht.

«Glückwunsch an die Mannschaft. Wir haben mit einer guten Leistung drei Punkte geholt», sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf. Vor 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion avancierte der frühere Nationalkeeper Rene Adler im HSV-Tor mit mehreren Glanzparaden zum besten Spieler auf dem Platz. Er parierte den ersten Bremer Strafstoß von Hunt (42.), war aber bei der zweiten Auflage des Duells vom Elfmeterpunkt gegen den selbstbewussten Mittelfeldspieler chancenlos.

«Normalerweise kriegt man selten einen zweiten Elfer. Aaron hat da Verantwortung übernommen», sagte Werder-Clubchef Klaus Allofs. «Da kann man schon von einer Schlüsselszene sprechen.» Ähnlich sah es Fink. «Wenn wir das 0:0 zehn Minuten länger gehalten hätten, wäre Werder vielleicht etwas nervös geworden«, sagte der HSV-Trainer.

Er hatte nach der frustrierenden Heimpleite gegen Nürnberg gleich auf vier Positionen rotiert. Die Neuzugänge Petr Jiracek und Milan Badelj bildeten die Doppel-Sechs, zudem standen Ivo Ilicevic und Stürmer Artjoms Rudnevs in der Startelf. «Die Neuen haben gezeigt, dass sie eine Verstärkung sind», sagte Fink. «Bei uns war Leben drin. Leider haben wir unsere Konter nicht gut zu Ende gebracht», erklärte HSV-Mittelfeldspieler Marcel Jansen.

Die Initiative in der temporeichen und stets umkämpften Partie übernahmen aber von Beginn an die offensiv ausgerichteten Bremer. Mittelstürmer Petersen hatte bereits nach vier Minuten mit einem Kopfball an die Unterkante der Latte Pech. «Die erste Halbzeit macht mir dennoch Hoffnung. Durch die neuen Spieler haben wir Qualität gewonnen», sagte HSV-Kapitän Heiko Westermann.

Der kampfstarke Tscheche Jiracek verletzte sich bei einer Abwehraktion in höchster Not gegen den einschussbereiten Marko Arnautovic bereits nach 14 Minuten. Dennoch hielt der bisherige Wolfsburger durch. «Er hat trotz einer starken Fußprellung auf die Zähne gebissen», lobte Fink den Mittelfeldakteur.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 49,1 - 50,9

Torschüsse: 16 - 11

gew. Zweikämpfe in %: 51,8 - 48,2

Fouls: 7 - 20

Ecken: 7 - 5

Quelle: optasports.com