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HSV hilft nach 0:3 in Frankfurt nur noch ein Fußball-Wunder

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Eintracht Frankfurt - Hamburger SV
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Frankfurts Marius Wolf jubelt nach seinem Tor zum 1:0. Foto: Arne Dedert Foto: dpa

Für den Hamburger SV läuft die Zeit in der Fußball-Bundesliga nach fast 55 Jahren wohl ab. Der Tabellenvorletzte verlor am 33. Spieltag bei Eintracht Frankfurt mit 0:3 und kann den Abstieg nur noch durch ein Fußball-Wunder abwenden.


Frankfurt/Main (dpa) - Es wirkte wie ein Abschied, als die Profis des Hamburger SV nach dem 0:3 (0:1) bei Eintracht Frankfurt mit gesenkten Köpfen in ihre Fankurve trotteten.

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Die Niederlage gegen den Europa-League-Aspiranten, bei dem »Fußball-Gott« Alexander Meier nach einjähriger Leidenszeit mit dem Treffer zum Endstand ein fulminantes Comeback feierte, ließ die Hoffnungen des HSV auf die Rettung vor dem erstmaligen Bundesligaabstieg auf ein Minimum sinken.

Dennoch wollte sich HSV-Trainer Christian Titz vor dem Saisonfinale gegen Borussia Mönchengladbach noch nicht in das drohende sportliche Schicksal fügen. »Ich habe direkt in der Kabine das Wort an die Mannschaft gerichtet. Alle glauben noch daran. Ich traue uns einen Sieg zu und dann schauen wir, was in den anderen Stadien passiert«, sagte Titz.

Die Ausgangslage ist jedoch äußerst bescheiden: Wohl nur bei einem Erfolg und einer gleichzeitigen Heimniederlage des VfL Wolfsburg gegen Absteiger 1. FC Köln würden sich die Hamburger noch in die Relegation retten.

Entsprechend groß war die Enttäuschung über die Pleite, die Marius Wolf in der 31. Minute, Omar Mascarell (77.) und Meier in der Nachspielzeit vor 51.500 Zuschauern besiegelten. Als Tabellensiebter mit 49 Punkten hat Frankfurt weiter gute Chancen auf den Einzug in die Europa League.

Meier, der erstmals in dieser Saison auf der Bank saß, war kurz vor Schluss von Trainer Niko Kovac in dessen letztem Heimauftritt vor dem Sommer-Wechsel zum FC Bayern München unter dem frenetischen Jubel der Fans eingewechselt worden. »Ich habe gehofft, dass irgendwann die Chance kommt. Das hat ganz gut geklappt«, sagte der Routinier. Und Kovac erklärte: »Alex Meier ist Eintracht Frankfurt. Wir freuen uns alle für ihn und mit ihm.«

Weniger Grund zur Freude hatte HSV-Profi Nicolai Müller, der nach einem zum Saisonauftakt erlittenen Kreuzbandriss ebenfalls sein Comeback feierte. »Persönlich bin ich glücklich. Nach so langer Zeit wieder auf dem Platz zu stehen, war sehr emotional für mich«, sagte Müller. »Aber die Niederlage überlagert das natürlich. Wir wissen alle, was das bedeutet, auch wenn ich noch an die Rettung glaube.«

Die Gäste waren in der ersten Hälfte fast nur auf die Sicherung des eigenen Tores bedacht, wähnten sich nach 25 Minuten aber für ein paar Sekunden sogar in Führung. Tatsuya Ito überwand Eintracht-Keeper Lukas Hradecky in dessen 100. Bundesligaspiel, doch nach einem Hinweis des Video-Assistenten gab Schiedsrichter Deniz Aytekin den Treffer wegen einer knappen Abseitsstellung des Schützen nicht. »Sehr zu unserem Leidwesen«, sagte Titz. »Das war sehr schade.«

Nach einer halben Stunde jubelten die Frankfurter. Sebastien Haller spielte Wolf gekonnt frei, und der Flügelflitzer verwandelte eiskalt. Nach dem Wechsel brachte Titz in Filip Kostic und dem Ex-Frankfurter Luca Waldschmidt zwei frische Offensivkräfte. Sofort kamen die Hamburger zu guten Chancen. Erst traf Kyriakos Papadopoulos (55.) per Kopf das Außennetz, dann scheiterte Bobby Wood (66.) an Hradecky.

Kurz darauf lag der Ball zum zweiten Mal im Frankfurter Tor, doch wieder erstarb der HSV-Jubel, denn Lewis Holtby stand klar im Abseits. Zuvor hatte Douglas Santos mit einem fulminanten Fernschuss den Pfosten getroffen. »In diesen Szenen hätten wir noch einmal zurückkommen können«, stellte Titz enttäuscht fest.

Eine Viertelstunde vor Schluss rafften sich dann die müden Hausherren zu einem Konter auf, den Mascarell im Nachsetzen zum 2:0 abschloss. Meier setzte dann den Schlusspunkt. Kovac zog daher ein positives Resümee: »Ich bin mit dem Tag zufrieden.«

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