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HSV unterliegt forschen Mainzern 2:3

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Hamburger SV - FSV Mainz 05
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Die Mainzer feiern den 2:1-Treffer von Nicolai Müller (verdeckt). Foto: Angelika Warmuth Foto: dpa

Hamburg (dpa) - Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 hat dem Hamburger SV die fünfte Heimniederlage der Saison beigebracht und den Norddeutschen eine ungemütliche Winterpause beschert. In einer kampfbetonten Partie gewannen die Rheinhessen mit 3:2 (0:1).


Mit nur 16 Punkten muss sich der HSV in der Rückrunde mit dem Abstiegskampf auseinandersetzen. «Ich werde keine frohen Weihnachten haben», sagte HSV-Coach Bert van Marwijk und ergänzte: «Ich bin unglaublich enttäuscht. Ich habe viel erlebt in meiner Laufbahn, aber so etwas noch nicht.»

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Zwar erzielte Hakan Calhanoglu (21. Minute) vor 50 918 Zuschauern im Volkspark die Führung, nach der Pause übernahm die Elf von Thomas Tuchel aber das Kommando. Die starken Shinji Okazaki (47./90.+2) und Nicolai Müller (50.) trafen. Kapitän Rafael van der Vaart (78.) hatte für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt. Kurz vor Schluss musste Tomas Rincon (82.) mit Gelb-Roter Karte das Feld verlassen. «Uns war die Bedeutung des Spiels bewusst, weil 24 Punkte sich so viel anders anfühlen als 21», sagte Tuchel. Er habe sein Team vorher wie bei einem Pokalspiel richtig in Stimmung gebracht. Van Marwijk musste auf Nationaltorhüter René Adler (Sprunggelenksverletzung) und Ivo Ilicevic (Tod des Vaters) verzichten, brachte nach Gelb-Sperre wieder Maximilian Beister für Jacques Zoua.

Keeper Jaroslav Drobny hielt schon nach zehn Minuten einen Kopfball des starken Okazaki, der einen Freistoß von Johannes Geis gut platzierte. Der Japaner (30.) vergab danach die größte Möglichkeit für die Gäste in den ersten 45 Minuten, als er eine Vorlage von Müller wieder nicht an Drobny vorbeischießen konnte. Der Tscheche war in seinem zweiten Saisoneinsatz immer auf dem Posten und schuldlos an den Gegentoren.

Auf der Seite der Gastgeber vergab Pierre-Michel Lasogga (7.) eine Chance vor Schlussmann Loris Karius, nach einer Viertelstunde traf Calhanoglu bei einem Freistoß von der Strafraumgrenze nur das Außennetz. Christoph Moritz hatte den Deutsch-Türken gefoult.

Der von Vereinen aus der Türkei und England umworbene 19-Jährige kurbelte das Spiel der Hanseaten an und sorgte mit einem schnellen Abschluss für die Führung. Beister passte auf Milan Badelj, der in den Lauf des quirligen türkischen Nationalspielers passte. Calhanoglu setzte sich gegen Karius und den Mainzer Zdenek Pospech durch, der den Schuss noch abfälschte.

Tuchel hatte sein Team nach zuletzt drei sieglosen Partien in der Liga in der Pause bestens eingestellt. Die junge Elf bestimmte das Spielgeschehen und traf nach Kontern durch Okazaki (47.) und Müller (50.). Die Hamburger Fans begannen zu pfeifen. Die Pfiffe wurden nach den weiteren Möglichkeiten durch Okazaki(53.), den angeschlagenen Müller (55.) und Yunus Malli (70.) immer lauter.

Drobny verhinderte eine höhere Führung der Gäste. Erst Calhanoglu brachte die Gastgeber wieder ins Spiel, als er einen Freistoß an Lattenkreuz setzte. Den Abpraller legte Jonathan Tah auf van der Vaart, der aus Kurzdistanz den Ball über die Linie drückte. Beim letzten Konter setzte sich in der letzten Minute aber erneut der überragende Okazaki durch.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 40,2 - 59,8
Torschüsse: 18 - 13
gew. Zweikämpfe in %: 49,1 - 50,9
Fouls: 21 - 13
Ecken: 5 - 3

Quelle: optasports.com