weather-image
22°

HSV-Investor Kühne kritisiert Fink und fordert Magath

Thorsten Fink
HSV-Trainer Thorsten Fink steht bereits zu Beginn der Saison massiv unter Druck. Foto: Marcus Brandt Foto: dpa

Hamburg (dpa) - Investor Klaus-Michael Kühne hat zum Rundumschlag gegen den Fußball-Bundesligisten Hamburger SV ausgeholt und Felix Magath als neuen Präsidenten gefordert. Besonders Trainer Thorsten Fink griff der 76-Jährige mit deutlichen Worten an.


«Ich bin maßlos enttäuscht von ihm», sagte Kühne in einem Interview des «Hamburger Abendblatts»: «Mir scheint es so, als ob er die Mannschaft weder richtig führen noch motivieren kann.»

Anzeige

Der Milliardär warf Fink vor, mit den beiden trainingsfreien Tagen nach dem Hoffenheim-Debakel (1:5) ein falsches Signal gesetzt zu haben. «Diese Entscheidung hat das Fass zum Überlaufen gebracht», erklärte Kühne. Fink hatte anschließend die Profis Dennis Aogo und Tomas Rincon suspendiert, weil sie in ihrer Freizeit nach Mallorca geflogen waren.

Auch wenn er sich in seinem Domizil auf der Ferieninsel aufhalte, habe er die Profis nicht getroffen, beteuerte Kühne. Die Suspendierung für das Spiel am Samstag in Berlin ärgerte den Unternehmer, der den Norddeutschen beim Transfer von Rafael van der Vaart im Sommer 2012 mit einem Darlehen von acht Millionen aushalf.

Nur Magath ist laut Kühne in der Lage, den HSV zu retten: «Er ist der Einzige, den ich für fähig halte, bis zum Ende der Transferfrist einen dringend benötigten Stürmer zu verpflichten.» Er habe auch schon Kontakt zu Magath gehabt. Ohne grundlegende Strukturveränderungen beim HSV würde er kein weiteres Geld zur Verfügung stellen.

HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer traut Kühne nichts zu: «Einfach ist diese Aufgabe wirklich nicht. Aber gerade deswegen müsste man einen Top-Mann holen, der dieser Aufgabe gewachsen ist - und eben keinen Drittligamanager.»