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Hülkenbergs Ziel: «Um Siege und WM-Titel kämpfen»

Hockenheim (dpa) - Möglichst schnell zum Mythos Ferrari oder doch lieber für Mercedes fahren - Nico Hülkenberg hat da derzeit «keine Präferenz». Die beiden Top-Teams würden den Force-India-Piloten natürlich reizen, sind aber außer Reichweite.

Ambitioniert
Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg möchte «langfristig um Siege und Weltmeistertitel kämpfen». Foto: Bernd Weißbrod Foto: dpa

Vor seinem Heimrennen auf dem Hockenheimring an diesem Wochenende bezeichnete Hülkenberg im Interview der Nachrichtenagentur dpa es als sein primäres Ziel, «erfolgreich in der Formel 1 zu sein» und «langfristig um Siege und Weltmeistertitel zu kämpfen». Realistisch fügte er hinzu: «Aber da stehe ich noch relativ am Anfang und habe noch eine Menge Arbeit vor mir.»

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In bislang 28 Grand Prix hat Hülkenberg aber durchaus Qualität bewiesen. Mit seinem fünften Platz bei der Hafenrundfahrt von Valencia vor vier Wochen glückte dem Talent das bislang beste Resultat seiner noch kurzen Grand-Prix-Karriere. Bei seinem Formel-1-Einstieg 2010 bei Williams hatte er mit einer Pole-Position in Sao Paulo für einen Paukenschlag gesorgt, auch wenn er sein Cockpit im Folgejahr an den zahlungskräftigen Pastor Maldonado verlor.

Immerhin erwies sich für Hülkenberg die Stelle als Testfahrer bei Force India als Sprungbrett. In dieser Saison beförderte ihn das indische Mittelklasse-Team zum Stammpiloten. Über seine Zukunft bei Force India könnte schon in Kürze eine - voraussichtlich positive - Entscheidung fallen. «Dazu kann ich leider nur sagen, dass das Team die Vorgabe gemacht hat, nicht über Vertragsdetails zu sprechen», bat Hülkenberg um Verständnis für seine ausweichende Antwort.

Klar und offen äußerte sich der 24-Jährige hingegen zu seinen Chancen beim Großen Preis von Deutschland: «Also die Top Zehn sind auf jeden Fall das Ziel. Wir kämpfen um Punkte. Wir pendeln ja generell so zwischen Platz acht und zwölf.» Ein fünfter Rang wie in Valencia sei indes unwahrscheinlich. «Davon träume ich, das wünsche ich mir. Aber man muss realistischerweise sagen, dass wir aus eigener Kraft nicht in der Lage sind, das zu wiederholen», räumte er ein.

Der 4,574 Kilometer lange Hockenheimring zählt zu Hülkenbergs Lieblingsstrecken. Hier gewann er als 17-Jähriger erstmals in der Formel BMW, weitere Siege in der Formel 3 folgten. «Obwohl es eher ein simples Streckenlayout ist, fühle ich mich hier sehr wohl», sagte er. «Es ist immer etwas Besonderes, ins Motodrom reinzufahren. Da herrscht Stadion-Atmosphäre.»

Vor dem zehnten Saisonlauf am Sonntag belegt Hülkenberg mit 17 Punkten WM-Rang 16. Sein schottischer Teamkollege Paul di Resta sammelte zehn Zähler mehr und ist noch vor Rekord-Weltmeister Michael Schumacher (23) Gesamtelfter. Dies wurmt den Deutschen natürlich, weshalb seine Zwischenbilanz auch eher nüchtern ausfällt. «Ich bin nicht super zufrieden. Ich hätte gerne häufiger gepunktet», sagte der GP2-Champion von 2009. Aber es habe einige Fälle gegeben, in denen er schuldlos gewesen sei.

Hülkenberg-Porträt auf Team-Homepage

Daten und Fakten zum Hockenheimring