Hund verirrt sich – Suchaktion endet glücklich

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Nach drei Tagen Abwesenheit wurde der vermisste Rauhaardackel Jetti am Grünstein wieder gefunden. Die beiden Besitzer Hanna Sophie Engel und Lennart Lambert aus Hamburg schlossen ihren Hund überglücklich in die Arme. (Foto: privat)

Schönau am Königssee – Der Hund ist wohl der beste Freund des Menschen. Wenn jedoch der beste Freund plötzlich nicht mehr da ist, bringt das die Besitzer in eine verzweifelte Lage. So geschehen am Donnerstag, 7. Oktober, als der eineinhalb Jahre alte Rauhaardackel Jetti seinen Besitzern Hanna Sophie Engel und Lennart Lambert im Grünsteingebiet plötzlich entlaufen ist. »Wir werden Jetti nicht mehr von der Leine lassen und ihr einen Sender anlegen, falls Ähnliches doch noch einmal passieren sollte«, erklärte Hanna Sophie Engel nach der dramatischen Suchaktion, die nach drei endlosen Tagen ein glückliches Ende gefunden hat.


Die beiden Hundebesitzer unternahmen in ihrem Urlaubsdomizil Berchtesgaden eine Bergwanderung zum Grünstein. Zuvor waren sie schon auf der Gotzenalm, wohin sie der fitte Dackel brav begleitet hat. Beim Abstieg vom Grünstein zog der kleine Hund stark an der Leine, so ließen die Besitzer Jetti ohne Leine laufen. Der Hund lief lange neben Frauchen und Herrchen her, rannte hie und da weg, kam aber immer wieder zurück.

Plötzliche Rehjagd

Als plötzlich ein Reh den Weg kreuzte, wurde der Jagdinstinkt des Hundes geweckt und Jetti jagte dem Wild hinterher. Lennart Lambert verfolgte Jetti noch einige Zeit und hörte auch ihr Gebell. Aber der Hund kehrte nicht mehr zurück.

Als es allmählich dunkel wurde, wurden die Hundehalter immer unruhiger und sie nahmen Kontakt zum Wirt der Grünsteinhütte Werner Graßl, zum Revierjäger, zur Polizei und zu Jägerin Margit Weindl auf. Gleichzeitig wurde der vermisste Hund dem K 9-Suchhundezentrum gemeldet. Als es immer kälter wurde, deponierte das Paar Kleidung an der Entlaufstelle und Hanna Sophie Engel fuhr mit dem Jäger noch einmal auf den Grünstein und rief vom Gipfel aus immer wieder nach Jetti.

In der Hoffnung, dass der Hund in der Nacht zurückkommt, schlief das Paar im Auto am Parkplatz Hammerstil. Nachdem das Zimmer im Hotel »Stoll Alpina« nur bis zum Freitag gebucht war, musste das Paar in ein anderes Zimmer umziehen. Das Zimmer brauchten sie nur zum Duschen und Umkleiden. Die verzweifelten Hundebesitzer verbrachten insgesamt drei kalte Nächte in ihrem kleinen Auto. Christian Wechslinger

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Montagsausgabe (18. Oktober) des Berchtesgadener Anzeigers.