Hunderte bei Corona-Protest in Schweinfurt: Kind verletzt

Gegner der Corona-Politik demonstrieren in München
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Polizisten riegeln während einer Demonstration von Gegnern der Corona-Politik eine Strasse ab. (Bild aus München) Foto: Lennart Preiss/dpa

Schweinfurt (dpa) - Mehrere hundert Menschen haben am Sonntagabend in Schweinfurt gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen demonstriert - teils gewaltvoll. »Unsere Einsatzkräfte waren bereits gezwungen, gegen aggressive Versammlungsteilnehmer Schlagstock und Pfefferspray einzusetzen. Wir fordern alle Teilnehmer auf, friedlich von ihrem Grundrecht Gebrauch zu machen und die Regeln einzuhalten«, twitterte die Polizei Unterfranken. Mehrere Personen, die versucht hätten, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen, seien festgenommen worden.


Schweinfurt (dpa) - Mehrere hundert Menschen haben am Sonntagabend in Schweinfurt gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen demonstriert - teils gewaltvoll. »Unsere Einsatzkräfte waren bereits gezwungen, gegen aggressive Versammlungsteilnehmer Schlagstock und Pfefferspray einzusetzen. Wir fordern alle Teilnehmer auf, friedlich von ihrem Grundrecht Gebrauch zu machen und die Regeln einzuhalten«, twitterte die Polizei Unterfranken. Mehrere Personen, die versucht hätten, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen, seien festgenommen worden.

Als eine Mutter versucht habe, eine Absperrung zu durchbrechen, sei ihr mitgeführtes Kind mit Pfefferspray in Berührung gekommen, berichtete ein Polizeioberkommissar am Abend der Deutschen Presse-Agentur. Es sei sofort vom Rettungsdienst versorgt worden. »Dem Kind geht es jetzt wieder gut.«

Auf Twitter forderte die Polizei die Teilnehmer auf, »sich deutlich von Krawallmachern und Straftätern abzugrenzen«. Die Versammlung sei nicht angemeldet worden, die Polizeiinspektion Schweinfurt sei mit zahlreichen Unterstützungskräften im Einsatz. Die Einsatzkräfte sorgten sich besonders um die anwesenden Kinder: »Wir fordern nochmals alle Teilnehmer auf, insbesondere auch alle Eltern mit Kindern, sich von gewaltbereiten Aggressoren fernzuhalten!«

Die genaue Zahl der Demonstranten und der Festnahmen konnte die Polizei am späten Abend zunächst noch nicht nennen. Sie berichtete auf Twitter von Teilnehmern, »die fortlaufend gegen Beschränkungen verstoßen«. Gegen die Betroffenen werden demnach »konsequent Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet«.

Am vergangenen Sonntag hatten im unterfränkischen Schweinfurt bei einer nicht angemeldeten Veranstaltung bis zu 3000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Zeitweise seien Sicherheitsabstände nicht eingehalten worden, hatte die Polizei mitgeteilt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer hätten immer wieder versucht, sich in Kleingruppen abzusondern. Einen »unkoordinierten Versammlungsverlauf« verhinderte die Polizei jedoch nach eigenen Angaben.

© dpa-infocom, dpa:211226-99-510122/3

Tweets der Polizei Unterfranken