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Hurrikan Irma ist nicht die einzige Gefahr

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Update, 10.09.2017, 12:36 Uhr: Hurrikan «José» zieht an französischen Karibikinseln vorbei 

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Marigot (dpa) - Erleichterung auf Saint-Barthélémy und Saint-Martin: Das Zentrum von Hurrikan «José» hat die Karibikinseln verschont und zog in der Nacht auf Sonntag im Norden an den Inseln vorbei.

Frankreichs Wetterdienst Météo France hatte für die französischen Überseegebiete die höchste Sturm-Warnstufe ausgerufen. Doch kurz vor Mitternacht (Ortszeit) kam die Entwarnung: Das Zentrum des Hurrikans der zweithöchsten Kategorie vier sei 125 Kilometer nördlich von Saint-Martin. Die Auswirkungen auf die Überseegebiete seien damit weniger gravierend, teilte Météo France mit. Es wurden Windstärken von bis zu 60 Kilometer pro Stunde gemessen. Die Wellen waren mit drei Meter Höhe ebenfalls weniger hoch als zunächst befürchtet.

Die Lokalbehörden hatten an Samstag eine nächtliche Ausgangssperre angeordnet. Die bei Touristen beliebten Inseln waren vor wenigen Tagen von Hurrikan «Irma» schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. In den französischen Überseegebieten starben mindestens neun Menschen. Saint-Martin ist der nördliche Teil einer Insel, der südliche gehört zu den Niederlanden.

Erstmeldung

Hurrikan Irma hat die Inseln der Kleinen Antillen in der Karibik verwüstet. Nun droht »Jose«, ein Sturm der zweithöchsten Kategorie vier, auf die Inseln Antigua und Barbuda zu treffen.

In der Nacht zum Samstag (Ortszeit) wird der Tropensturm mit einer Geschwindigkeit von bis zu 240 kmh auf die Inseln treffen. Hurrikan Irma zerstörte 95% der Gebäude auf den Inseln, sodass nicht nur die Gefahr durch die hohen Windgeschwindigkeiten und Sturmflut besteht, sondern auch durch losen Schutt der durch die Luft gewirbelt wird.

Die gut 2000 Bewohner der Insel Barbuda wurden evakuiert und auf die Nachbarinsel Antigua in Sicherheit gebracht.

Die aktuelle Lage in der Region:

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Im weiteren Verlauf nimmt der Sturm Kurs auf die französischen Überseegebiete Saint-Bartélémy (Frankreich) und Saint-Martin (Frankreich/Niederlande). Mindestens elf Menschen kamen dort bereits durch »Irma« ums Leben.

Bilder der Verwüstung

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Ein Mann betrachtet am 06.09.2017 in St. John's, Antigua und Barbuda, Schäden auf seinem Grundstück, nachdem Hurrikan «Irma» über die Stadt gezogen war. Der extrem gefährliche Hurrikan «Irma» zieht mit unverminderter Kraft durch die Karibik. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen könnten in den kommenden Tagen bis zu 37 Millionen Menschen von den Auswirkungen betroffen sein. Die Regierung der Bahamas ordnete die Evakuierung mehrerer Inseln im Süden der Inselkette an. Als immer wahrscheinlicher gilt zudem, dass «Irma» auf den US-Staat Florida treffen könnte. Foto: Johnny Jno-Baptiste/AP/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Trümmer eines zerstörten Hauses liegen am 07.09.2017 in Barbuda (Antigua und Barbuda). Hurrikan «Irma» hat in der Karibik schwere Verwüstungen angerichtet und mehrere Menschen in den Tod gerissen. Der Tropensturm der höchsten Kategorie fünf hinterließ zerstörte Häuser, überflutete Straßen und entwurzelte Bäume. (zu dpa "Tote und Verwüstungen durch Hurrikan in britischen Überseegebieten" vom 08.09.2017) Foto: Anika E. Kentish/AP/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
dpa/at