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Nicht alle Flächen gehören der Stadt – Trotzdem bald Beginn des Ausbaus der Nansen-Straße

»Ich gehe davon aus, dass es klappt« – Nansen-Straße wird ausgebaut

In wenigen Wochen soll mit dem Ausbau der Fridtjof-Nansen-Straße in Traunreut begonnen werden. Die Stadt ist aber noch nicht im Besitz aller für den Ausbau benötigten Flächen. Nach Auffassung des Stadtrats soll der Ausbau trotzdem unter Aussparung der fraglichen Flächen zeitnah umgesetzt werden. (Foto: Rasch)

Traunreut – Obwohl die Stadt noch nicht im Besitz aller Grundstücksflächen ist, die zum Ausbau der Fridtjof-Nansen-Straße benötigt werden, soll der Baubeginn nicht gestoppt werden. Darauf einigte sich der Traunreuter Stadtrat in seiner Sitzung.


Ende März sollen von den Stadtwerken die Wasserleitungen und Hausanschlüsse sowie Teile der Abwasserentsorgung ertüchtigt werden, bevor dann im Mai mit dem Straßenbau begonnen werden kann. Bei den fehlenden Flächen handelt es sich um Grundstücke, die sich im Privatbesitz befinden. Die Stadt ist offensichtlich davon ausgegangen, dass sie die Grundstücke auch bekommen wird und hat parallel die Ausschreibungen der Gewerke bereits veranlasst.

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Die Grundstücksverhandlungen dauern laut Stadt noch an, für die Verwaltung stellte sich jedoch die Frage, ob der Ausbau trotzdem unter Aussparung der fraglichen Flächen vollzogen werden sollte. Eigentumsrechtliche Zwangsmaßnahmen wären nach Ansicht der Verwaltung nicht angemessen, da die beabsichtigte und bereits stattfindende Nutzung als Gehwegfläche zwar eingeschränkt, aber auf der verbleibenden städtischen Grundstücksfläche in ausreichendem Maße rechtlich gesichert möglich sei. Für den Fall, dass der Stadt nicht alle Flächen zur Verfügung stehen, hätte man einen eingeschränkten Bereich, um den quasi außen rumgebaut werden müsste.

Bürgermeister Klaus Ritter gibt sich aber zuversichtlich und hofft drauf, dass sich die laufenden Grundstücksverhandlungen zum Positiven wenden: »Ich gehe davon aus, dass es klappt«, sagte Ritter und bat darum, die Baumaßnahme trotz der fraglichen Flächen nicht zu stoppen.

Bei vier Gegenstimmen wurde beschlossen, dass der Straßenausbau auch dann erfolgen soll, wenn nicht alle zur straßen- und wegerechtlichen Widmung notwendigen Zuständigkeitserklärungen für die nicht im Eigentum der Stadt Traunreut befindlichen Flächen vorliegen.

Durch den Ausbau der vielbefahrenen Straße, der über die Städtebauförderung abgewickelt wird, wird nicht nur der Optik, sondern auch der Verkehrssicherheit Rechnung getragen. Neben einem beidseitigen Radschutzstreifen zwischen der Werner-von-Siemens-Straße und der Mittelschule, wird es künftig entlang der Straße nur noch einen südseitigen Gehweg geben. Im Bereich der Mittelschule wird die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer beschränkt und die Robert-Koch-Straße wird auf Höhe der Pestalozzistraße für den Verkehr geschlossen.

Der Bereich auf Höhe der Geschäfte und die Zufahrten werden entsprechend aufgewertet. Die zuletzt genannten Kosten für die Baumaßnahme bewegen sich bei 1,5 Millionen Euro. ga