»Ich weiß, was ich draufhabe«

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Der IBU-Cup ist sein Ziel: Biathlet Marco Groß vom SC Ruhpolding will es in der neuen Saison noch einmal wissen. (Foto: Wukits) Foto: Ernst Wukits

Wohin führt der Weg von Biathlet Marco Groß vom SC Ruhpolding? Eine Antwort auf diese Frage gibt es in den kommenden Tagen in Obertilliach (Österreich). In Tirol gehen die Qualifikationswettbewerbe der Biathleten für den kommenden Winter über die Bühne.


Der 26-Jährige spekuliert mit dem Ticket für die Teilnahme am IBU-Cup, der zweiten Liga im internationalen Bereich. »Das ist mein Ziel«, sagt Marco Groß, der nach seinen guten Ergebnissen bei den Deutschen Meisterschaften mit dem Titel im Sprint sogar mit einem möglichen Platz im Weltcup-Team gehofft hatte. »Der Zug ist leider für mich zunächst abgefahren, die Plätze sind vergeben«, bedauert der Ruhpoldinger den aktuellen Stand. Nun bleibt ihm aber die Chance, sich über gute Ergebnisse im IBU-Cup für höhere Aufgaben zu empfehlen.

Vor dem Start in die Saison hatte Groß einen klaren Plan. Nachdem er aus der Sportförderung beim Zoll geflogen war, wollte er eigentlich nach den Deutschen Meisterschaften im September seine Karriere beenden – zu groß war der finanzielle Aufwand und das trotz der Unterstützung seines Vaters. Hilfe kam aber überraschend vom ehemaligen Langläufer Tobi Angerer, der zusammen mit Ricco Groß den Kontakt zur Traunsteiner Firma Bioteaque herstellte. »Da habe ich jetzt einen Sponsorenvertrag bekommen, so kann ich die gesamte Saison bestreiten«, ist der Skijäger dankbar. Der Geschäftsführer der Firma, Armin Wagner, war sofort bereit, Marco Groß unter die Arme zu greifen. »Ich weiß, was ich draufhabe und gehe optimistisch in die Wettkämpfe«, zeigte sich der Biathlet kämpferisch.

Die vergangenen Wochen hat er sich intensiv mit seinem Trainer Remo Krug vorbereitet. »Wir haben zusammen einen Plan gemacht und ich habe große Lust, das alles zu zeigen, was wir da ausgeheckt haben«, sagt der bisher ausgewiesene Kaffeeliebhaber. Da sein neuer Sponsor aus dem Tee-Bereich kommt, hat er allerdings seine Leidenschaft zum Koffein gedämpft und sich mehr den Tee-Genüssen zugewandt.

SHu