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»Illegale Drogen und die Konsequenzen«

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Klärten die Schüler über Drogen und Alkohol auf: (v.l.) Marco Balonier, Paul Löfflmann, Alfred Vaith, Walter Schreyer und Daniel Bechtel. (Foto: privat)

Berchtesgaden – Der Drogenpräventionstag an der CJD Mittelschule Buchenhöhe für die achten Klassen stand unter dem Motto »Illegale Drogen und mögliche Konsequenzen«.


Zunächst referierte der Dipl.-Sozialpädagoge Marco Balonier zum Thema »Warum ist mir der Konsum von Drogen, auch der übermäßige Konsum von Alkohol, so wichtig, dass ich bereit bin, Risiken und Probleme auf mich zu nehmen?« Mit dieser Frage sorgte der Präventionsbeauftragte der Caritas in Bad Reichenhall gleich zu Beginn der Veranstaltung für eine rege Diskussion darüber, welche Motive es für Suchtmittelkonsum unter Jugendlichen gibt und welche Bedürfnisse dadurch bedient werden.

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Oftmals sei es ein schmaler Grat zum Missbrauch, insbesondere dann, wenn die Droge persönliche Probleme lösen soll. Balonier erläuterte auch, wie eine Abhängigkeit entsteht und dass Menschen generell anfällig sind, da Drogen künstlich den »Glückshaushalt« stimulieren und je nach Lebenssituation das Wohlbefinden von diesen Mitteln abhängig wird.

Im Anschluss folgte ein Vortrag von dem stellvertretenden Dienststellenleiter der Polizei Berchtesgaden, Walter Schreyer.

Der Polizeihauptkommissar erklärte, welche Substanzen unter illegale Drogen fallen und welche Handlungen in diesem Zusammenhang strafbar sind. Die Schüler waren erstaunt, dass – unabhängig von der Betäubungsmittelmenge – der Erwerb, der Besitz, das Herstellen, das Anbauen, das Inverkehrbringen und beinahe jeder Umgang nach dem Betäubungsmittelgesetz unter Strafe gestellt ist, sofern die behördliche Erlaubnis fehlt. Schreyer klärte auch über die möglichen Konsequenzen auf.

Den abschließenden Vortrag über die Thematik fahrerlaubnisrechtlicher Konsequenzen hielt der Leiter des Fachbereiches Straßenverkehrswesen am Landratsamt Berchtesgadener Land, zu dem auch die Führerscheinstelle gehört, Daniel Bechtel. Er ging insbesondere auf die Frage ein, welche Konsequenzen es hat, wenn ein Führerscheinantrag gestellt wird und Auffälligkeiten mit Alkohol oder Drogen bestehen. Was bedeutet es, wenn Abstinenznachweise benötigt werden und wie läuft eine Begutachtung ab? Die Schüler und Lehrer waren sehr interessiert und beteiligten sich durch viele Fragen und eigene Beiträge fleißig an dem etwas anderen Unterrichtsgeschehen. fb

 

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