Ilse Aigner zu Besuch bei der Wasserrettung des BRK: »Bayern ist trauriger Vorreiter bei Badetoten«

Bildtext einblenden
Mindestens 33 Menschen sind dieses Jahr bei Badeunfällen im Freistaat ums Leben gekommen. Landtagspräsidentin Ilse Aigner – selbst ausgebildete Rettungsschwimmerin – zeigt sich im Gespräch mit Verantwortlichen der BRK Wasserwacht besorgt. (Foto: BRK)

Chieming – Beim Besuch einer Übung der Chieminger Wasserwacht auf dem Chiemsee hat sich Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) besorgt über die vielen Badeunfälle und hohen Einsatzzahlen geäußert. »Bayern ist in diesem Jahr leider trauriger Vorreiter bei den Badetoten«, sagte sie am Samstag in Chieming. Die ehrenamtlichen Rettungsdienste seien dieses Jahr sehr gefordert. 


In ihrer Funktion als Botschafterin des Bayerischen Roten Kreuzes und ehemalige Vorsitzende der Wasserwacht-Bayern besuchte Aigner gemeinsam mit dem Landesvorsitzenden der Wasserwacht-Bayern, Thomas Huber, die Wasserrettungsstation am Chiemsee.

Die Landtagspräsidentin – selbst ausgebildete Rettungsschwimmerin – unterstützt die Kampagne »Bayern schwimmt«, die das Ziel verfolgt, »mittels Online-Videos Kinder sicher zum Schwimmen zu bringen« und auf Gefahren hinzu­weisen. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hatte vergangene Woche auf die wegen Corona-Vorgaben lange geschlossenen Schwimmbäder verwiesen: »Ein kompletter Schuljahrgang hat das sichere Schwimmen nicht lernen können.«

Laut DLRG ertranken bis zum 21. Juli bundesweit mindestens 184 Menschen, darunter mindestens 24 Kinder. In Bayern gab es bis dahin 29 Badetote, in Baden-Württemberg 23, in Mecklenburg-Vorpommern 21.

In den vergangenen drei Wochen seither ertranken in Bayern noch ein elf Jahre altes Mädchen im Großen Brombachsee in Mittelfranken und ein 18 Jahre alter Nichtschwimmer in einem Baggersee bei Lichtenfels in Oberfranken. Außerdem starb ein 79-Jähriger im Langbürgner See im Landkreis Rosenheim, und aus dem Leitgeringer See bei Tittmoning wurde am vergangenen Freitagnachmittag ein 89-Jähriger leblos geborgen.

dpa/red