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Im Bann des Wassers, des Himmels und der Wolken

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Angela Rittershaus lässt sich bei ihren Gemälden inspirieren, bei ihrer Teichlandschaft zum Beispiel von Claude Monet. (Foto: Mergenthal)

Die intensiven Blautöne in Wasser und Himmel, die Weite und Bewegtheit der Fantasielandschaften, die fein modellierten Wolken: All das nimmt den Betrachter bei den großformatigen Gemälden von Angela Rittershaus gefangen. Von Montag bis Samstag, 1. September, stellt die Malerin aus Grassau in der Alten Wache im Rathaus Traunstein aus. Zu sehen sind die etwa 20 Bilder täglich von 11 bis 18 Uhr.


Einen »Streifzug durch verschiedene Themen und Techniken« möchte Rittershaus ihren Besuchern geben. Ihre Vorliebe für das Wasser wurde durch ihre Berliner Kindheit geprägt. »Ich liebe das Wasser, den Wind am Meer, die frische Luft.« Ihre Mutter, ein Ostsee-Fan, brachte ihr im Tegeler See schon früh das Schwimmen bei. 1952 kam sie in den Westen, zunächst nach Köln und von dort mit ihrem Mann über München in den Chiemgau, wo sie sich gerne an ihre Jahre in Chieming direkt am Chiemsee erinnert.

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Diese Gefühle spürt der Betrachter in ihren Bildern von Himmel und Meer, das mal ruhig, mal stürmisch ist. Luftige Wolkengebirge bildet sie besonders gerne ab, »weil man das so schön modellieren kann«. Dafür nutzt sie neben dem Pinsel auch den Finger. Landschaften und Blumen, Collagen, zum Beispiel mit Symbolbildern aus dem antiken Griechenland, aus Zeitschriften oder Büchern, die vergrößert in aufwendigen Methoden eingearbeitet werden, und abstrakte Schüttbilder runden das Themenspektrum ab. Ihre »blauen« Motive malt Angela Rittershaus gern in Öl, fein lasierend bis kraftvoll. Inspiriert sind ihre Bilder zum Teil durch die Fantasie, zum Teil auch durch Kalenderblätter – so bei einer freien Variation in Acryl zu einem Teich-Gemälde von Claude Monet.

Gern experimentiert die Wahl-Grassauerin, das zeigt schon der Materialmix im Bild der Einladungskarte. Das im Vordergrund verknittert aufgebrachte Seidenpapier erinnert an die mit Wucht an ein Felsriff aufprallende, spritzende Gischt; im Hintergrund vermitteln weich dahin fließende Bergketten in changierenden Blau- und Brauntönen und der tiefblaue Himmel Unendlichkeit.

Seit 1987 hat sich Angela Rittershaus intensiv mit der Malerei in Öl, Acryl und Aquarell auseinandergesetzt. Sie bildete sich in der Aschauer Sommerakademie, an der Kunstakademie Bad Reichenhall und im Privatunterricht bei renommierten Künstlern fort. Ihre Werke zeigte sie in diversen Gemeinschafts- und Einzelausstellungen in München, im Chiemgau und im Rupertiwinkel.

Im Herbst gibt sie wieder einen Aquarellkurs in Grassau über die VHS Traunstein. Veronika Mergenthal