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Im Dialog gegenseitig füreinander offen sein

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Unser Bild zeigt Johannes Honsig-Erlenburg (Stiftung Mozarteum, Präsident), Marco Sala und Marina Iglesias (NAMES Ensemble), Marietta Oberrauch (akzente Salzburg), Andreas Fladvad-Geier (Konzertchef Stiftung Mozarteum), Marco Döttlinger (NAMES Ensemble). (Foto: Wolfgang Lienbacher)

Seit 2006 sind die »Dialoge« als das zeitgenössische Festival der Stiftung Mozarteum eine feste Größe im Konzertleben Salzburgs. Der neue künstlerische Leiter der Stiftung, Andreas Fladvad-Geier, präsentierte nun das Programm für das diesjährige Festival vom 22. November bis 1. Dezember 2019.


Mit der Ausdehnung der bisher dreitägigen »Dialoge« auf nunmehr 10 Tage ist Raum für spannende inhaltliche Neuerungen gewonnen. Fladvad-Geier ist der festen Überzeugung, dass es für die Stadt und die Stiftung wichtig ist, sich mit Zeitgenössischem zu beschäftigen. So sieht er die »Dialoge« als Brücke zwischen Künstlern und Publikum, zwischen alter Musik und klassischer Moderne. Er beabsichtigt, die Stadt und den Altstadtverband mit einzubeziehen. Es soll ein Fest für die Stadt und gleichzeitig auch ein internationales Festspiel sein, das Menschen nach Salzburg holt und das er in eine Reihe mit den etablierten Salzburger Festivals stellen möchte. Die Grundidee will Möglichkeiten für einen Dialog und eine Begegnung schaffen, bei denen beide Seiten füreinander offen sind. Für die nächsten Jahre hat er große Projekte geplant, strebt auch einen Dialog mit dem Museum der Moderne und anderen Institutionen an.

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Das Programmangebot ist reichhaltig und kann die Besucher täglich vom Vormittag bis in den späten Abend beschäftigen. Besondere Highlights bieten die beiden Wochenenden. Das Eröffnungskonzert am 22. November ist ein bunter Abend mit dem Multipercussionisten Christoph Sietzen in Kombination mit dem Cellisten Maximilian Hornung, der Sopranistin Laura Tatulescu und dem Organisten Hannfried Lucke. Mit einer Uraufführung und neuen und alten Werken schlägt dies eine Brücke zwischen Zeiten und Stilen.

Der 23. November bietet eine Uraufführung mit den »Risonanze Erranti« und dem Dirigenten Peter Tilling, danach heißt es im Museum der Moderne »New Art and Music« mit dem »Names«-Ensemble. Mit »The Discovery of Passion« bietet die Blockflöten-Virtuosin Dorothee Oberlinger zwei Pole alter und neuer Musik. In einem Porträt-Konzert von Benjamin Schmid spielt der Geiger unter anderem das Violinkonzert von Alban Berg in einer Kammermusikfassung.

Es folgt »Die große Fazil-Say-Nacht«, in der der Pianist mit der Camerata ausschließlich eigene Werke aufführt. Ein Requiem-Konzert kombiniert das Mozart-Requiem mit Kompositionen von Periklis Koukos und Carlo Gesualdo, wobei Constaninos Carydis das Mozarteumorchester und ein junges Sängerensemble dirigiert und sich erstmals mit dem Mozart-Requiem auseinandersetzt.

Zwischen den genannten Abendprogrammen gibt es ein Fülle von Angeboten, wie diverse »Ortswechsel«, die zeitgenössische Musik in die Stadt tragen, ein Brunchkonzert »von Narren und Toren«, außerdem »Musik und Literatur« mit dem Porträt der Komponistin, Pianistin und Autorin Afamia Al-Dyaa. Die »Dialoge Meditation« gehen in die Stiftskirche St. Peter. »Ein anderes Feeling in die Stiftung« bringt Fladvad-Geier mit dem Rockabend »Für Frank Zappa« und dem Österreichischen Ensemble für neue Musik in einem Spannungsverhältnis mit Pierre Boulez und Edgard Varèse.

Das Minguet-Quartett spielt bei der Georg Trakl-Preisverleihung und die Uraufführung »Framework« macht Platz für die Tänzer der Klever Dance Company. »Trompete, Tanz und Orgel« gestalten Tamás Pálfalvi, Julia Gyulai und András Gábor Virágh. Frank Stadler und Hossam Mahmoud bringen »Ägyptische Meditationen« und zur späten Nacht wartet noch eine »Oriental Lounge«. Kammermusik zum Frühstück gibt es mit dem Abad String Quartet und ein »Nachmittag für Oscar Wilde« bringt Musik und Literatur.

Informationen gibt es online unter www.mozarteum.at und Karten unter Telefon 0043/662/873154.