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Im »Schneckenhaus« ist jetzt Leben

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Traunreut: Neue Kita "Schneckenhaus" hat am Montag eröffnet
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Hellauf begeistert sind die Kindergartenkinder im »Schneckenhaus« vom Kletterturm, der in eine große Spieltreppe integriert ist. (Foto: Rasch)

Traunreut – Dass rund um die neue städtische Kindertagesstätte in Traunreut noch gewerkelt und gebuddelt wird, nahmen die Kinder, die am Montag dort ihren ersten Tag hatten, kaum zur Kenntnis. Vielmehr interessierte sie, was sie in dem nagelneuen »Schneckenhaus« erwartet.


Die ersten Kinder standen mit ihren Eltern bereits um 7.30 Uhr vor der Tür. Nach und nach stießen dann die weiteren Kinder dazu: »Die Kinder und die Eltern waren sichtlich aufgeregt und haben große Augen gemacht«, sagte die Leiterin, Veronika Galneder, dem Traunsteiner Tagblatt.

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Das »Herzstück« der Tagesstätte, die große Spieltreppe mit integriertem Kletterturm, wurde gleich in Beschlag genommen und die vielen neuen Spielsachen natürlich auch. »Die Kinder haben sich gleich richtig wohlgefühlt«, freuten sich die Leiterin und ihr Team.

Für die 24 Kinder in der »Füchse«-Gruppe ist der Kindergarten bereits Alltag, zumal diese Kinder seit September letzten Jahres bereits den städtischen Kindergarten an der Johann-Hinrich-Wichern-Straße besuchen und am Montag in die neue Tagesstätte umgezogen sind. Der Tag war aber für diese Kinder ebenso etwas ganz Besonderes, wie für die 15 neuen Kinder in der »Hummelgruppe«.

Freudig-aufgeschlossen tummelten sich auch die ersten Sprösslinge in der Krippen-Gruppe. Auch hier ist das pädagogisch-fachliche Feingefühl der Erzieherinnen vor allem in der Eingewöhnungsphase gefragt. Das jüngste der derzeit fünf angemeldeten Krippen-Kinder ist ein Jahr alt. Insgesamt ist die Tagesstätte für 124 Plätze ausgerichtet. Vorerst sind zwei von vier Kindergarten-Gruppen belegt. Im Herbst soll eine dritte Gruppe eröffnet werden und im nächsten Jahr eine weitere. Kinderkrippe gibt es nur eine.

Die Einrichtung wird als teiloffenes Konzept geführt, angelehnt an Maria Montessori »Hilf mir, es selbst zu tun.« Die Kinder haben zwar ihre festen Stammgruppen, können sich jedoch frei nach ihren Wünschen und Bedürfnissen im gesamten Haus bewegen. »Unsere Aufgabe als Betreuerinnen besteht viel durch Beobachtungen. Dadurch können wir den Kindern Spielmaterial bereitstellen, für welches sie sich interessieren«, sagt die Leiterin.

Aber auch die Mitbestimmung der Kinder steht im Vordergrund: »Durch Kinderkonferenzen möchten wir alle Kinder mitbestimmen lassen, zum Beispiel bei Jahres-, Faschings- oder Projektthemen.« Großer Wert wird auch darauf gelegt, dass sich die Kinder viel an der frischen Luft bewegen. Der große und übersichtliche Garten mit allerlei Spielgeräten bieten dazu beste Möglichkeiten. »Im Garten steht der Spaß an oberster Stelle. Die Kinder dürfen draußen Kind sein und »schmutzig werden.«

Als gelernte Erzieherin und staatlich anerkannte Krippen-Pädagogin liegt Veronika Galneder viel daran, den Kindern den Umgang mit der Natur näher zu bringen. Beispielsweise durch Spaziergänge im Wald. »Das Schneckenhaus soll ein Ort für die Kinder sein, wo sie sich geborgen fühlen. Wo sie ihre Neugier und Interessen stillen können, neues Wissen erlangen und so zu selbstständigen und eigenverantwortlichen Menschen werden.« ga