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Vorstand Wolfgang Lewald (von links) überreichte an Katja Kittl und Hermann Heinzelmann die Urkunden für 15-jährige aktive Mitgliedschaft. Anton Staller sen., der seit über 30 Jahren den Verein aktiv unterstützt, nahm die Urkunde für seinen verhinderten Sohn Anton Staller jun. entgegen. (Foto: Krammer)

Imker hoffen auf ein erfolgreiches Bienenjahr

Siegsdorf – Viele Informationen für die Imker, ein Rückblick auf das vergangene Jahr und Ehrungen langjähriger Imker prägten die gut besuchte Jahreshauptversammlung des Bienenzuchtvereins Siegsdorf. Vorstand Wolfgang Lewald freute sich über das große Interesse seiner Mitglieder und konnte auch einige befreundete Bienenhalter aus den Nachbarvereinen Ruhpolding und Neukirchen begrüßen.


Mit dem Anzünden der Imkerkerze aus eigenem Bienenwachs, die der Verein zum 100-jährigen Bestehen neu angeschafft hatte, erinnerte Lewald an die verstorbenen Mitglieder und hatte dann in seinen Rückblick viele nützliche persönliche Erfahrungen aus der Arbeit mit den Bienen verpackt. 62 aktive Imker sind im Siegsdorfer Verein derzeit aktiv, im Schnitt betreut jeder von ihnen sieben Völker.

»Der Altersdurchschnitt von 60 Jahren zeugt von viel Erfahrung« freute sich der Vorstand, erinnerte die Imker aber auch an einige Änderungen bei den Behandlungsbestimmungen, die man akribisch dokumentieren und mindestens fünf Jahre aufbewahren sollte. Es gäbe zwar einigen Zulauf von »Jungimkern«, die aber dann oft nur kurz dabei seien und kein Interesse an der Mitarbeit im Verein zeigten, bedauerte Lewald und erinnerte an den zum Jubiläum geschaffenen »Wohlfühlplatz« in Reuten, der zwar großen Anklang fand, aber auch jedes Jahr viel Arbeit verlangt, die die Vorstandschaft nicht alleine leisten könne. Der Vorstand erinnerte auch an die fälligen Neuwahlen im nächsten Jahr, bei denen er nicht mehr für das Vorstandsamt zur Verfügung stehen wird und bedankte sich bei allen, die ihn im letzten Sommer während seiner gesundheitlichen Einschränkungen spontan unterstützt hatten. Mit einem Dank an die Gemeinde Siegsdorf für die stete Unterstützung gab er bekannt, dass die Vorstandschaft bei der Kommune den Bedarf für einen Inventarraum für die Zukunft angemeldet habe.

Siegsdorfs dritter Bürgermeister Martin Maier, selbst aktiver Imker, lobte den Verein für seine umfassenden Aktivitäten und das Engagement. »Die Gemeinde könnte den Imkern die Räume der ehemaligen Kegelbahnen unter der alten Turnhalle zur Verfügung stellen, wenn diese den Anforderungen des Vereins gerecht würden«, versprach Maier.

Verwundert zeigten sich die Imker über Berichte, nachdem es angeblich Verluste bei den Bienenvölkern von bis zu 20 Prozent gebe. Für den Chiemgau treffe das nicht zu und die Verluste verliefen im »normalen Rahmen«. Im Siegsdorfer Verein waren es etwa zwei Prozent der Völker, die den Winter nicht überlebt haben.

Nach einem positiven Kassenbericht von Florian Mechernich wurden zwei Imker und zwei Imkerinnen für 15 Jahre aktive Arbeit mit den Bienen geehrt. Lewald überreichte Urkunden an Katja Kittl, Irmgard Klauser, Anton Staller jun. und Hermann Heinzelmann, der sich seit Jahren auch als hilfreicher Sponsor bei wichtigen Anschaffungen zeigt.

Mit einem Ausblick auf den kommenden Sommer, der nach dem brauchbaren Frühling Anlass zur Hoffnung auf ein gutes Bienenjahr gibt, erinnerte Lewald an das bevorstehende Jubiläumsfest der Feuerwehr Siegsdorf, bei dem sich auch die Imker entsprechend präsentieren sollten. »Es ist wichtig, dass sich der Verein auch in der Dorfgemeinschaft präsent zeigt«, forderte der Vorstand die Mitglieder auf, sich am Festzug mit dem Verein anzuschließen und auch am Tag der Vereine und Betriebe die Imker entsprechend zu vertreten. Neben dem Sommerfest auf der Männeralm am 16. Juli ist auch ein Ausflug in der Planung, versprach Lewald und erinnerte abschließend die Imker an ihre Sorgfaltspflicht gegenüber den Bienenvölkern. »Ein Bienenvolk verzeiht viele Fehler, nutzen wir das nicht über Gebühr aus. Sie beschenken uns mit Honig und sind wichtiger Bestandteil unserer natürlichen Umgebung.«

FK