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»Impressionen in Acryl«

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»Eishotel« ist der Titel dieses Bildes von Birgit Deigentesch. (Foto: G.Morgenroth)

Unter dem Motto »Impressionen in Acryl« stellen die beiden Malerinnen Birgit Deigentesch und Luise Seidl ab dem heutigen Samstag ihre in diesem Jahr entstandenen Arbeiten in der »Alten Wache« im Rathaus in Traunstein aus.


Birgit Deigentesch beschäftigt sich seit 1998 mit Malerei zu Beginn mit der Aquarellkunst und seit 2005 arbeitet sie zunehmend mit Acrylfarben. In zahlreichen Seminaren an der Akademie in Bad Reichenhall, unter anderem bei Kurt Panzenberger, Gerhard Almbauer und Alfred Hansl, erhielt sie weitere wichtige Impulse für ihr Arbeiten.

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Luise Seidl malt seit ca. 25 Jahren. Ihr Interesse galt anfangs der gegenständlichen Malerei, ehe sie sich im Laufe der Zeit mehr und mehr auf die eher gegenstandslose Acrylmalerei konzentrierte. Auch Seidl hat ihre Ausbildung in Seminaren bei namhaften Künstlern, etwa in der Reichenhaller Akademie, erhalten. Parallel zu ihrer Acrylmalerei widmet sie sich auch dem Malen mit Aquarellfarben. Luise Seidl empfindet das Malen als Erweiterung des Sehens und der Wahrnehmung.

Beim Betrachten der ausgestellten Arbeiten von Birgit Deigentesch und Luise Seidl in der »Alten Wache« in Traunstein fällt sofort die Dominanz der Farben auf. Beide Malerinnen entwickeln ihre Bilder ganz aus den Farben, die in leuchtenden Flächen und Bahnen, sich verbindend und durchdringend, auf meist verschieden farbigen Bildgrund mehr schweben wie haften. Großflächige und sich teilweise überschneidende Farbflächen in Rot, Gelb, Grauweiß, Türkis und Braun heben sich rhythmisch gegliedert vor einem häufig in gelben oder bräunlichen Tönen gehaltenen Hintergrund ab.

Dabei bilden starke rote, grüne und braune Farbakzente Bildinhalt und Bilddynamik. Tektonik, Ordnung der Bildfläche und des Bildraumes sowie die Ordnung der Farben, die sich oftmals gegenseitig steigern, visualisieren einen sonoren Zusammenklang. Vielfach verzichten die beiden Malerinnen auf Andeutungen, die sich aus der Farbstruktur, dem Farbklang und dem Pinselduktus ergeben könnten. Die Bildflächen sind stimmig und harmonisch gefüllt. Dabei entstehen heitere und gelöste Kompositionen, die in sich ruhen. Zugleich sind aber auch Analogien zu Naturgeschehen erkennbar, wie z. B. in dem Bild von Deigentesch mit dem Titel »Frühlingszauber« oder dem Bild von Luise Seidl »Jupiter«. Die Malweise und »Bildinhalte« beider Malerinnen erlauben je nach persönlicher Stimmung ein stets anderes Aufnehmen und Lesen der Werke.

Die Ausstellung in der »Alten Wache« in Traunstein ist bis zum Sonntag, 23. November täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Gabriele Morgenroth

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