In die orientalische Märchenwelt versetzt

Traunstein. Viele Monate des konzentrierten Übens inklusive eines Intensivwochenendes lagen hinter den Darstellern der Theatergruppe der Unterstufe am Chiemgau-Gymnasium unter der Leitung von Thomas Bauer, ehe das Stück »Harun und das Meer der Geschichten« von Salman Rushdie dreimal an zwei Tagen in der neuen Aula aufgeführt wurde.

Gekonnt dreimal vor vollem Haus gespielt: Die Unterstufentheatergruppe des Chiemgau-Gymnasiums führte das Stück »Harun und das Meer der Geschichten« des Autors Salman Rushdie auf.

Viel Arbeit für die über 30 Mitwirkenden

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Die viele Arbeit für die über 30 Schüler des Gymnasiums hat sich gelohnt: Dreimal wurde praktisch fehlerfrei und mit großer Konzentration vor »vollem Haus« gespielt. Zweimal wurden Verwandte und Freunde der Darsteller eingeladen, einmal kamen dabei auch andere Klassen in den Theatergenuss. Lang anhaltender Applaus zeigte jeweils, wie sehr die Zuseher und Besucher die Leistung der jungen Schauspieler zu schätzen wussten.

Im Stück des indisch-britischen Autors Salman Rushdie mischt seinen Erzählungen fantastische Elemente aus der Märchenwelt bei. So auch in dem 1990 in englischer Sprache veröffentlichten orientalischen Stück »Harun und das Meer der Geschichten«, das die Theatergruppe gekonnt spielte.

In dem Roman, den Rushdie im Exil schrieb und indirekt seine eigene Lage als Flüchtling beschreibt, geht es um Harun, den Sohn des berühmten Geschichtenerzählers Raschid Khalifa, der die Gabe des Erzählens verliert. Harun, der entdeckt, dass die Fähigkeit seines Vaters von einem Geschichtenhahn herrührt, aus dem Raschids Erzählwasser stammt, will verhindern, dass ein böser Wasser-Dschinn den Hahn abstellt.

Zum Schluss gab es doch noch ein gutes Ende

Turbulent geht es anschließend in Ereignissen zu, in dem Harun und sein Vater das Nachbarland Gup und das Meer der Geschichten mit Hilfe vieler Freunde gegen eine dunkle Macht retten. Aber Raschid behält die Gabe des Erzählens. So findet das in der Theaterfassung präsentierte Stück zum Schluss ein gutes Ende und kann mit Büchern wie der Unendlichen Geschichte verglichen werden. awi