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In doppelter Mission für die Triathleten im Einsatz

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Susanne Bode hat rund um den Eberl-Chiemsee-Triathlon gleich zwei Aufgaben zu bewerkstelligen: Sie ist die Teamleiterin der Startnummernausgabe und der Zielverpflegung. Auf unserem Foto bereitet sie gerade ein Starterset vor. (Foto: Brenninger)

Wenn die Triathleten Susanne Bode und ihr Team sehen, dann wissen sie zwei Sachen ganz genau: Entweder das Rennen steht unmittelbar bevor oder sie haben es bereits geschafft! Denn Susanne Bode ist beim Eberl-Chiemsee-Triathlon in doppelter Mission unterwegs. Im dritten Teil unserer Serie »Gesichter des Triathlons« stellen wir die Teamleiterin der Startnummernausgabe und der Zielverpflegung vor.


Susanne Bode ist eine Helferin der ersten Stunde. Damals habe sie einen Zeitungsbericht mit einem Helferaufruf für den Chiemsee-Triathlon gelesen und sich danach sofort gedacht: »Das ist was für mich! Ich helfe einfach gerne«, erzählt sie. Das Erstaunliche dabei ist: »Ich hatte bis dahin mit Triathlon nichts am Hut«, betont die Kirchweidacherin.

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Dafür ist sie jetzt Jahr für Jahr mittendrin! Die Aufgaben bei der Veranstaltung sind über die Jahre auch für sie immer mehr geworden – verständlich, denn es wurden auch immer mehr Bewerbe im Rahmen der Triathlon-Veranstaltung in und um Chieming angeboten und deshalb zieht es jährlich auch immer mehr Sportler an den Chiemsee.

»Mittlerweile kennt man auch den einen oder anderen und es ist schön, wenn man sich einmal im Jahr dann wieder trifft«, erzählt sie. Und auch Bodes Team hält seit Jahren fest zusammen. »Meine Helfer kommen Jahr für Jahr wieder – und das auch sehr gern«, fügt sie stolz hinzu. »Ohne mein engagiertes Team wäre ich aufgeschmissen«, ist sie voll des Lobes über die freiwilligen Helfer, denn alle machen den Job, wie eben auch Susanne Bode, ehrenamtlich!

Los geht es für Susanne Bode mit der Startnummernausgabe. Diese findet an zwei Tagen statt – und zwar immer am Freitagabend vor dem ersten Wettkampftag und eben am Samstag, also direkt am ersten Wettkampftag. An jedem Tag sind dabei zwölf bis 15 Helfer im Einsatz. Die Tage zuvor ist Susanne Bode aber auch schon mit einer kleineren Gruppe aktiv. Dann werden die Startunterlagen nämlich vorab vorbereitet, damit dann bei der Ausgabe alles schnell und reibungslos über die Bühne geht. Die Truppe ist perfekt eingespielt und alles läuft ruhig und routiniert ab. So bekommt jeder Sportler schnell und zuverlässig seine Unterlagen und kann sich dann in Ruhe auf den bevorstehenden Wettkampf vorbereiten.

Auch immer wieder neue Herausforderungen

In diesem Jahr steht das Team von Susanne Bode dennoch auch wieder vor einer neuen Herausforderung. Die Startnummernausgabe erfolgt nämlich diesmal nicht im Haus des Gastes, das gerade umgebaut wird, sondern in der Chieminger Turnhalle. »Dort sind die Gegebenheiten natürlich andere«, sagt Susanne Bode. »Wir haben uns aber die Halle schon angeschaut und geplant, wo wir was aufstellen werden.«

Für die Zielverpflegung am Samstag und am Sonntag hat Susanne Bode ebenfalls ein Helferteam von zehn bis zwölf Leuten um sich geschart. Und durch ihre Doppelfunktion kommt es am Samstag eben auch zu einer Überschneidung ihrer Arbeitsfelder. Doch die findige Industriekauffrau hat auch hierfür schnell eine Lösung gefunden. Erstens arbeite ihr Team mittlerweile auch perfekt selbstständig und zweitens habe sie jetzt auch Unterstützung in der Teamleitung – und zwar hilft ihr ihre Arbeitskollegin Thea Petzelt.

Vor allem der Kuchen findet reißenden Absatz

Für die Zielverpflegung muss ebenfalls einiges im Vorfeld organisiert werden. Denn schließlich soll für alle Triathleten nach dem Rennen ausreichend Getränke und Verpflegung (Obst und Kuchen) vorhanden sein. »Da muss man dann einfach vorab genau kalkulieren und ordern«, sagt Susanne Bode. »Vor allem der Kuchen geht weg wie die warmen Semmeln«, lacht sie.

In der Zielverpflegung werde es auch schonmal ein wenig stressig – und zwar »wenn die Hütte so richtig voll ist«. Sprich: Wenn viele Athleten gleichzeitig ins Ziel kommen. Aber auch da laufe alles meist geordnet ab. Und die meisten Sportler danken den Helfern zum Schluss dann auch. »Und die Profis sind dabei genauso nett wie die normalen Triathleten«, erzählt die Teamleiterin. »99,9 Prozent sind wirklich zufrieden mit unserer Arbeit. Allen kann man es aber nie recht machen«, weiß Bode.

Bei ihr steigt die Vorfreude auf die Veranstaltung jedenfalls schon. Und auf eines freut sie sich wieder ganz besonders: »Wenn die Triathleten im Ziel glücklich sind und auch stolz auf sich und ihre Leistung sind, dann freut mich das auch und dann könnte ich sie alle umarmen! Und deswegen mache ich die Arbeit auch sehr gerne!« Und das Jahr für Jahr aufs Neue! SB

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