»Insgesamt etwas durchwachsen«

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Sie darf beim zweiten Teil des IBU-Cups in Osrblie mitmischen: Sophia Schneider. (Foto: DSV)

»Das war insgesamt etwas durchwachsen«: Gemischte Gefühle hat Trainer Remo Krug nach dem ersten Teil des IBU-Cups in Osrblie (Slowakei) bezüglich der Leistungen der deutschen Athleten. Es gab mehrere vordere Platzierungen, doch in den je zwei Sprints blieben die Damen und Herren des DSV ohne Podestplatz. Das lag auch daran, dass speziell die Norweger enorm stark agierten.


»Dass sie läuferisch sehr stark sind, wissen wir. Wenn sie dann auch noch so gut schießen wie diesmal, wird es für die gesamte Konkurrenz schwer«, betont Krug, der für den Perspektivkader der deutschen Männer zuständig ist.

Im zweiten Sprint belegten die Norweger fünf der ersten sechs Plätze, lediglich der Russe Wassili Tomschin (4.) drang in ihre Phalanx ein. Im ersten 10-km-Wettbewerb hatte sich der Aleksander Fjeld Andersen (Norwegen/23:16,3 Minuten/0 Schießfehler) vor dem russischen Duo Nikita Porschnew (+ 21,0 Sekunden/0) und Ilmaz Muchamedzianow (+ 26,9/0) sowie David Zobel (SC Partenkirchen/+ 28,9/1) durchgesetzt. Es folgten Sverre Aspenes (Norwegen/+ 30,2/0), Wassili Tomschin (+ 30,3/1), Haavard Bogetveit (Norwegen/+ 32,7/2) und Emilien Claude (Frankreich).

Neunter wurde Justus Strelow von der SG Stahl Schmiedeberg (+ 45,3/1), auch Philipp Horn als Zwölfter (SV Frankenhain/+ 54,5/2) und Marco Groß (+ 56,3/0) vom SC Ruhpolding (13.) hielten sehr gut mit. »Marco hat sich inzwischen gut etabliert, er hat auch läuferisch Fortschritte gemacht«, lobt Krug den 26-Jährigen. Danilo Riethmüller (WSV Clausthal-Zellerfeld/+ 1:07,3/0) belegte den 18., Philipp Lipowitz (DAV Ulm/+ 1:42,5/1) den 36. Platz.

Im zweiten Lauf setzte sich Sindre Fjellheim Jorde (23:54,5/0) vor seinen Landsmännern Erlend Bjöntegaard (+ 6,2/1) und Johannes Dale (+ 8,2/2) an die Spitze. Vierter wurde Tomschin (+ 12,8/1) vor Bogetveit (+ 18,2/2) und Aleksander Fjeld Andersen (+ 26,0/1). Als bester Deutscher folgte Horn (+ 27,0/19 auf Rang sieben. Die weiteren deutschen Platzierungen: 12. Justus Strelow + 41,7/1; 21. David Zobel + 1:09,7/3; 42. Danilo Riethmüller + 1:49,7/0; 45. Marco Groß + 1:52,2/2; 72. Lipowitz + 2:37,9/2.

Die norwegische Dominanz spiegelt sich auch in der Gesamtwertung wider, wo Bjöntegaard (401 Punkte) vor Aleksander Fjeld Andersen (393) und Bogetveit (388) führt. Vierter ist Zobel (363) vor Lucas Fratzscher (WSV Oberhof/333) und Anton Babikow (Russland/297). Auf Rang 24 liegt Groß (106).

»Auch die Russen haben inzwischen aufgeholt«, lobt Krug, dessen Männerteam für den zweiten Teil des IBU-Cups – der am heutigen Mittwoch mit den verkürzten Einzelläufen der Damen (10 Uhr) und Herren (14 Uhr) beginnt – deutlich verändert wird. David Zobel ist beim Weltcup in Ruhpolding am Start, Riethmüller und Philipp Lipowitz sind nicht mehr dabei. Horn, Strelow und Groß blieben gleich vor Ort. Zudem reisten Simon Kaiser (WSV Oberhof), Dominic Schmuck (SC Schleching) und Niklas Homberg (SK Berchtesgaden) nach, die sich beim Deutschlandpokal gut präsentiert hatten.

Auch das Damenteam ändert sich: Marion Wiesensarter (SV Oberteisendorf) und Hanna Kebinger (SC Partenkirchen) dürfen zum Weltcup nach Ruhpolding. Dafür wechselt Janina Hettich (SC Schönwald) in den IBU-Cup, aus dem Helene Hendel (WSV Oberhof) wegfällt. So bilden nun Hettich, Lisa Spark (SC Traunstein), Juliane Frühwirt (SVM Tambach-Dietharz), Maren Hammerschmidt (SK Winterberg/Stützpunkt Ruhpolding) – die nach ihrer Erkrankung von Obertilliach wieder dabei ist – und die »Aufsteigerinnen« Sophia Schneider (SV Oberteisendorf) und Mareike Braun (DAV Ulm) das Team für die zweite Wettkampfwoche in der Slowakei.

Beim ersten Sprint hatte Ragnhild Femsteinevik (Norwegen) in 19:30,2 Minuten die Konkurrenz deutlich distanziert. Der Vorsprung auf die ebenfalls fehlerfrei schießende Gilonne Guigonnat (Frankreich) betrug 49,2 Sekunden. Hinter der 23-Jährigen ging es eng zu: Dritte wurde die 22-Jährige Juni Arnekleiv (Norwegen/+ 55,2/0). Beste Deutsche war Marion Wiesensarter als Siebte (+ 1:02,7/0) vor Lisa Spark (+ 1:09,0/1). Die 21-Jährige vom SC Traunstein erreichte damit ihr bislang bestes Ergebnis im IBU-Cup. Aus deutscher Sicht folgten: 11. Hanna Kebinger + 1:20,5/0; 31. Juliane Frühwirt + 1:59,3/1; 42. Maren Hammerschmidt + 2:25,0/3; 56. Helene Hendel + 2:49,4/2.

Im zweiten 7,5-km-Wettbewerb musste sich Femsteinevik wegen eines Schießfehlers um 2,4 Sekunden gegen Larisa Kuklina (21 Jahre/20:24,1 Minuten/0) geschlagen geben. Dritte wurde Viktoria Sliwko (Russland/+ 12,3/0) vor dem französischen Duo Sophie Chauveaux (+ 17,6/0/ 22 Jahre) und Camille Bened (+ 36,9/1/21 Jahre).

Die Platzierungen der Deutschen: 12. Kebinger +46,7/0; 13. Wiesensarter + 50,3/0; 38. Spark + 1:31,1/1; 44. Hammerschmidt +  1:42,1/3; 54. Frühwirt + 2:06,7/1; 59. Hendel + 2:16,9/1.

In der Gesamtwertung führt die Russin Anastasija Schewtschenko (352 Punkte) vor Elisabeth Högberg (Schweden/343) und Franziska Hildebrand (WSV Clausthal-Zellerfeld/Stützpunkt Ruhpolding/308). Die weiteren Platzierungen: 8. Wiesensarter 248; 14. Hammerschmidt 189; 20. Kebinger 145; 29. Frühwirt 110; 46. Spark 76.

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