weather-image

Interessante Nullnummer

1.0
1.0
Bildtext einblenden
Der Schönauer Trainer Thomas Meißner musste nach 38 Minuten ins Spiel. (Foto: Wechslinger)

Petting – Die Schönauer zweite Mannschaft ist beim heimstarken Tabellenvierten, TSV Petting, ersatzgeschwächt angetreten. Doch Schönaus Trainer Tom Meißner machte aus der Not eine Tugend und rekrutierte einige ältere Spieler, die mit den jungen Spielern eine erfolgreiche Symbiose eingingen.


Sogar der langjährige Führungsspieler der ersten Mannschaft, Andreas Fernsebner, half seinem Verein in der Personalnot. Noch am Vormittag hatte sich der Abwehrchef beim Schönauer »Medizinmann« Rudi Lorenz in Behandlung begeben. Erstmals stand auch Christian Aschauer nach längeren Knieproblemen wieder zur Verfügung. Aschauer musste bereits nach 13 Minuten ins Spiel, weil sich Tobias Fegg verletzt hatte.

Anzeige

Auch der langjährige Bezirksligaspieler Hubert Sattler lief auf, musste jedoch schon nach 38 Minuten wegen einer Zerrung die Segel streichen. Für ihn kam Trainer Thomas Meißner ins Team, der den starken Pettingern einen großen Kampf lieferte. Meißner hatte nach großem Einsatz von Josef Wenig gleich eine Riesenchance, die er aber vergab.

So entwickelte sich ein Kampfspiel, in dem sich alle Schönauer Akteure förmlich zerrissen. Man hatte fast den Eindruck, das Team wollte der ersten Mannschaft zeigen, wie man ordentlich kämpft und auch mit einer nominell schwächeren Mannschaft zumindest punktet. Schon in der ersten Spielminute hatte Hubert Sattler den Führungstreffer am Fuß. In der Folge bestimmte Petting gegen die tief stehenden Schönauer das Geschehen, kam aber zu keinen Möglichkeiten. Wenn dann doch einmal ein Schuss aufs Schönauer Tor ging, stand da der souveräne Schlussmann Christian Thurner wie ein Fels in der Brandung.

Im zweiten Durchgang wurde es turbulenter, vor allem in den letzten 20 Minuten. Zunächst traf der aufgerückte Pettinger Abwehrchef Paul Schätzel zum Glück der Schönauer an die Latte (72.). Dann war Thurner bei einem Schuss von Daniel Stippel mit einer Traumparade zur Stelle und bewahrte sein Team vor dem späten K.-o. (75.). Die letzte Chance hatten jedoch die Schönauer, als Stäblein zehn Minuten vor dem Schlusspfiff dem Tor zustrebte und im letzten Moment noch abgedrängt wurde.

Die Schönauer teilen sich jetzt die Tabellenführung mit dem punktgleichen ESV Freilassing, der überraschend starke FC Bischofswiesen rangiert mit nur einem Punkt weniger an der dritten Stelle. »Auf dieses Team kann die SG Schönau stolz sein, alle haben vollen Einsatz gezeigt«, freute sich auch der ehemalige Schönauer Erfolgstrainer Alfons Aschauer, der wie ein paar weitere Anhänger die Mannschaft durch seine Anwesenheit maßgeblich unterstützt hat.

SG Schönau: Thurner; Meyer, Fernsebner, Koch, Renoth, A. Aschauer, Stäblein, Leubner, T. Fegg (13. C. Aschauer), Wenig, Sattler (38. Meißner). Christian Wechslinger