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Interkulturelle Musik für den Frieden

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Mit dem stimmungsvollen Weihnachtskonzert »East meets West for Peace« und facettenreichen interkulturellen Klängen und Melodien eroberten die Ausnahmemusiker und -sänger Hassan Al Assadi (Gitarre und Gesang/Mitte), Patricia Burkhart (Gitarre und Gesang) und Wolfgang Prechter (Klavier, Gitarre, Bambusquerflöte, Shrutibox und Gesang/links) in der Grabenstätter Schlossökonomie die Herzen der Besucher. (Foto: Müller)

Ein außergewöhnliches Klangerlebnis, das es so in Grabenstätt noch nicht gegeben hat, war das Weihnachtskonzert »East meets West for Peace« der Band »Purpleblue Hilal«. Über 100 Besucher hatten sich im einladend dekorierten Schlossökonomiesaal eingefunden, um sich vom syrisch stämmigen, in München lebenden Vorzeige-Gitarristen und -Sänger Hassan Al Assadi – vielen bekannt von etlichen Auftritten in Grassau, Unterwössen und Übersee – und seinen kongenialen Musiker- und Sängerkollegen Patricia Burkhart aus Grabenstätt und Wolfgang Prechter aus Prien klangvoll in andere Länder und Kulturen entführen zu lassen.


Experimentierfreudig ließen sie diverse Musikgenres zusammenfließen und zeigten die unterschiedlichsten Facetten ihres künstlerischen Schaffens. So mischten sie arabische Klänge mit indischen Sounds und spanischen Flamenco-Rhythmen. Hinzu kamen die großartigen Eigenkompositionen »Dancing flames in the dark night« und »Sehnsucht nach Hause« von Al Assadi und »Lord Jesus Christ« aus der Feder von Sängerin und Gitarristin Burkhart – ganz große Gefühle zum Träumen, Loslassen und In-sich-Gehen.

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Mit den mitreißend gecoverten Pop-Songs »A thousand Years« von Christina Perri, »Love me like you do« von Ellie Goulding und »All of me« von John Legend gelang es »Purpleblue Hilal« sogar die Original-Hitversionen in den Schatten zu stellen. Lang anhaltender Applaus und Jubel war den Sängern und Musikern jeweils sicher und auch »Bravo«-Rufe waren immer wieder zu vernehmen.

Weitere Höhepunkte waren das spanisch-lateinamerikanische Weihnachtslied »Vamos Pastores, vamos« und das Adventslied »Maria durch ein Dornwald ging«, das Multiinstrumentalist und Sänger Prechter zum Besten gab sowie der von den Besuchern mitgesungene Kanon-Hörgenuss »I am one with the Heart…«. Bei Al Assadis meisterlichem Flamenco-Instrumentalstück »Between Fire and Water« flogen dessen Finger geradezu über die Gitarrensaiten und versetzten diese und die Zuhörer gleichermaßen in schwingende Ekstase. Auch die Hallelujah-Zugabe war extraklasse. Mehr »Heartbeat Music« geht nicht. Zu Konzertbeginn waren die Besucher nach vorne gekommen, um die dort bereit gestellten oder mitgebrachten (Weihnachts-)Kerzen als Symbol für den Frieden zu entzünden. Als Feuerquelle dienten ihnen die sieben großen Kerzen »Hoffnung«, »Freude«, Dankbarkeit«, »Mitgefühl«, »Treue«, »Friede« und »Liebe«.

Sie waren bei dem von Ansagerin Lisa Hillermeier und den Künstlern vorgetragenen Gudrun Pausewang-Gedicht »Die 7 Lichter« entzündet worden. Dass es die einzigartige Band überhaupt gibt, ist einer glücklichen Fügung des Schicksals zu verdanken. Im April 2016 lernten sich die drei Ausnahmemusiker und -sänger bei einem von Hillermeier organisierten Konzert im »Freiraum« in Übersee näher kennen und fanden sich nicht nur musikalisch, sondern auch persönlich auf Anhieb sympathisch – was für ein Gewinn für die südostbayerische Musik- und Kulturszene. Markus Müller