Inzell zum Gipfeltreffen nach Peterskirchen

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Martin Mayer (links) und Florian Rudholzner (rechts) empfangen mit dem TSV Peterskirchen den SC Inzell zum Spitzenduell. Andreas Siegel will mit dem TSV Waging in Töging den ersten Saisonsieg holen. (Foto: Butzhammer)

Mit zwei Begegnungen wird die 7. Runde der Fußball-Kreisliga 2 am heutigen Freitag, 27. August, eröffnet, wobei das Gipfeltreffen TSV Peterskirchen contra SC Inzell – der Erste erwartet also den Zweiten – alles überstrahlt.


Es folgen vier Samstagspartien, darunter das Berchtesgadener Landkreisderby SC Anger gegen SG Schönau, sowie ein Sonntagsspiel. Für einige Vereine steht übrigens eine Englische Woche an, denn bereits am kommenden Dienstag, 31. August, kommt es dann zu den Paarungen TSV Waging gegen SG Schönau, SG Perach/Winhöring gegen TSV Reischach und SC Inzell gegen TuS Traunreut.

Wie hat die Mannschaft von SCI-Trainer Matthias Öttl die erste Saisonniederlage (2:3 gegen Schönau) verkraftet? Diese Frage wird heute ab 19.30 Uhr im Peterskirchner Mörntal-Stadion beantwortet, wobei die Kicker aus der Eissport-Hochburg alles daran setzen werden, zumindest einen Zähler zu entführen.

Auch die Peterskirchner haben bislang nur einmal verloren (0:2 gegen Kay nach einem Doppelpack ihres Ex-Stürmers Sebastian Leitmeier), ihre Reaktion fiel jedoch mit drei Siegen in Folge phänomenal aus. Beim jüngsten 3:1 in Traunreut musste TSV-Trainer Daniel Winklmaier nicht weniger als sieben Mann ersetzen – das positive Ergebnis unterstreicht also die Kaderbreite. »Der eine oder andere von ihnen wird gegen Inzell wieder dabei sein«, verrät der Peterskirchner Chefanweiser, »es gibt aber auch noch ein paar Fragezeichen.« So gerne man ganz oben stehe, sei der Tabellenplatz »derzeit unwichtig«, betont Winklmaier, »es geht nach wie vor darum, Punkte zu sammeln«.

Personalprobleme begleiten auch den TSV Waging durch den bisherigen Saisonverlauf, dennoch wollen die »Seerosen« heute um 19.30 Uhr beim FC Töging II punkten – am liebsten natürlich dreifach. Der erste Saisonsieg würde der Mannschaft gewiss mächtig Auftrieb geben, zudem würde sie ein wenig die Werbetrommel für das Dienstags-Heimspiel gegen Schönau rühren.

Erneut eine äußerst knifflige Prüfung hat der TuS Traunreut zu absolvieren: Die Mannen von Trainer Tom Stutz, die nur einen Saisonsieg geholt haben, gastieren am morgigen Samstag um 14 Uhr beim SV Mehring, der seinen Top-August komplett ungeschlagen überstehen möchte. Die bisherige Bilanz der Nick-Brandstätter-Elf in diesem Monat kann sich nämlich wahrlich sehen lassen: vier Siege, ein Unentschieden. Die Favoritenrolle gehört also eindeutig den Gastgebern.

Zur selben Anstoßzeit (Samstag, 14 Uhr) hat der BSC Surheim den TSV Reischach zu Gast. Drei Spiele, drei Tore, drei Punkte – das ist die übersichtliche Bilanz der Gäste. Am 11. August war der TSV beim 2:1-Erfolg gegen die SG Perach/Winhöring zum letzten Mal im Einsatz. So bleibt ein großes Fragezeichen, die tatsächliche Stärke der Reischacher betreffend.

Beim BSC liegt das letzte Spiel sogar noch länger zurück. Der Gegner hieß auch hier Perach/Winhöring. Am 7. August musste sich Surheim auswärts 2:3 geschlagen geben. Diese Spielverlegung, der reguläre freie Spieltag und zuletzt die coronabedingte Absage führten zur langen Pause. »Wir hoffen, dass sich die zweiwöchige Pause nicht negativ auswirkt, was die Fitness betrifft«, ist BSC-Abteilungsleiter Manfred Oellerer zuversichtlich. »Auf jeden Fall möchten wir die drei Punkte gegen eine bestimmt starke Reischacher Elf holen.« Fehlen werden bei den Gastgebern lediglich die drei Langzeitverletzten Markus Mittermeier, Michi Eglseder und Marko Koller.

Der SC Anger begrüßt morgen um 16 Uhr die SG Schönau zum Derby. Drei Siege und ein Remis für die Gäste – ein Remis und drei Niederlagen für die Gastgeber: So lautet die Ausgangssituation. »Wenn meine Mannschaft ihr Potenzial abruft, sollten wir das Spiel gewinnen«, meint SG-Coach Thomas Meissner. »Allerdings muss man sich vor dem angeschlagenen Gegner sehr in Acht nehmen, auch wenn Anger in vier Spielen erst einen Punkt geholt hat.« Bis auf den länger verletzten Führungsspieler Toni Hölzl und Daniel Maier sind bei den Königsseern alle Mann an Bord.

Die Angerer mussten sich vor der Zwangspause daheim knapp mit 0:1 den Inzellern geschlagen geben. »Da hätten wir gewinnen müssen«, blickt Trainer Christian Berger auf die Partie und die aktuelle Verletztenmisere beim Aufsteiger. »Es schaut ganz schlecht aus, wir pfeifen aus dem letzten Loch«, so Berger. »Mir fehlt teilweise eine ganze Mannschaft. Gegen Inzell musste ich das Wechselkontingent komplett ausschöpfen und dann sogar noch drei Spieler angeschlagen zurückwechseln.«

Und es kommt noch dicker für das SC-Team: »Sechs Langzeitverletzte hatten wir schon, jetzt hat sich Andi Nitzinger das Kreuzband gerissen. Er fällt damit die komplette Saison aus«, berichtet Christian Berger. »Und Stürmer Alexander Settnik hat sich das Knie verdreht. Ich weiß nicht, was da los ist. Es ist der Wahnsinn. Auch die Urlauber sind ein Thema.« Die Personaldecke ist daher nicht nur dünn, sondern fast schon nicht mehr vorhanden. »Wir gehen in jedes Spiel, um zu gewinnen. Aber wir müssen realistisch sein. Wir sind der klare Außenseiter«, weiß Berger.

Der FC Hammerau muss morgen um 16 Uhr bei der SG Perach/Winhöring ran, wobei die Partie auf der Anlage des früheren Bezirksoberligisten Perach ausgetragen wird. Auswärts ungeschlagen, daheim noch ohne Punkt – insofern können die Hammerauer froh sein, dass sie nun wieder in der Fremde ran dürfen. Ein Dreier beim Drittletzten würde dem »Club« sicher gut tun – nicht nur der Moral, sondern auch der Tabellensituation.

Der Tabellenvierte muss am Sonntag um 15 Uhr in Tüßling gegen die dortige SG Tüßling/Teising Farbe bekennen. Ob es ein Vorteil für die Waldemar-Beitow-Schützlinge ist, dass die Spielgemeinschaft gestern (nach Redaktionsschluss) in Teisendorf im Einsatz war, werden die 90 Minuten zeigen müssen. Jedenfalls fahren die Grün-Weißen gut gelaunt und mit großer Vorfreude zu dieser schweren Auswärtspartie. Und natürlich auch mit der nötigen Spannung, die ja auch sehr wichtig ist, um eine weitere Top-Leistung abrufen zu können. pk/cs