Inzellerin Lisa Köstle überzeugt bei U-23-EM

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Lisa Köstle aus Inzell erreichte bei der Junioren- und U-23-EM in Slowenien im Teamwettbewerb Platz drei und im Einzelrennen schrammte sie nur um acht Hundertstel an Bronze vorbei und wurde Vierte. (Foto: Robert Pontarollo)

Toller Erfolg für die Inzellerin Lisa Köstle: Zusammen mit ihrer Kollegin vom Kajak Club Rosenheim, Maria Weber, und Rosa Deinert vom KSK Team Köln gewann die Sportlerin bei der U-23-Kajak-Europameisterschaft in Slowenien im Teamwettbewerb Bronze. Für die Sportlerinnen war es das erste internationale Rennen nach der langen Corona-Pause.


»Es ist einfach schön, wenn wir wieder Rennen fahren dürfen und unseren Sport im Wasser ausüben können«, freut sich Maria Weber. Die beiden Wildwasserkanuten Lisa Köstle und Maria Weber qualifizierten sich bereits im Frühjahr für die EM auf der Soca in Solkan.

Der erste Wettkampf für die Sportlerinnen war der Classic-Einzel-Bewerb. Die Rennstrecke war 3,9 km lang und technisch nicht sehr anspruchsvoll. Auf der etwa 17 Minuten langen Strecke lag die Schwierigkeit vor allem in der Ausdauer und im Durchhaltevermögen der Starter. Im Teilnehmerfeld der U-23-Damen mit 21 Sportlerinnen erreichte Maria Weber als zweitbeste Deutsche den 12. Platz knapp hinter Rosa Deinert (KSK Team Köln). Die Inzellerin Lisa Köstle erreichte den 15. Platz und die vierte deutsche Sportlerin Christina Massini (KC Fulda) belegte Rang 17.

Mit diesem Ergebnis qualifizierten sich Weber und Köstle zusammen mit Rosa Deinert für den Langstrecken-Team-Wettkampf einen Tag später. Dabei fahren von jeder Nation jeweils drei Aktive gemeinsam die Strecke und müssen innerhalb von 10 Sekunden die Ziellinie überqueren. Durch taktisches Fahren müssen die jungen Frauen ihre Einzelzeiten verbessern, um eine Chance auf eine Medaille zu haben. Das gelang ihnen und sie fuhren zunächst mit Bestzeit ins Ziel. Doch mit nur 0,6 Sekunden Vorsprung kam Tschechien ins Ziel und übernahm die zwischenzeitliche Führung. Italien sicherte sich am Ende ganz knapp mit nur 1,27 Sekunden Vorsprung den Europameistertitel und Deutschland gewann den 3. Platz. »Es ist im ersten Moment ärgerlich, weil es so knapp ist. Aber Platz drei bei einer EM ist dennoch ein Highlight. Man freut sich dann doch so richtig über die Medaille«, findet Lisa Köstle.

Doch nach dem Classic-Bewerb ist vor dem Sprint: Im ersten Lauf qualifizieren sich die ersten Fünf direkt fürs Finale. Im zweiten Qualilauf qualifizieren sich dann noch einmal zehn Damen, sodass am Ende 15 Fahrerinnen um den Titel kämpfen.

Mit dem 8. Platz für Maria Weber und dem 6. Platz für Lisa Köstle jeweils im zweiten Lauf war der Platz neben Massini und Deinert fürs Finale gesichert. Christina Massini aus Fulda erreichte im Endklassement den 8. Platz und Rosa Deinert aus Köln den 11. Platz. Weber beendete das Rennen auf dem 15. Platz. Lisa Köstle kam zunächst mit Bestzeit ins Ziel und legte am Ende eine souveräne Zeit hin, die für einen starken 4. Platz reichte – mit nur 0,08 Sekunden aufs Podest hinter Barbora Dimovova (Tschechien), Mathilde Valdenaire (Frankreich) und Ana Steblaj (Slowenien). Der Abschluss dieser Junioren- und U-23-EM war dann für Lisa Köstle das Sprint-Mannschaftsrennen mit Rosa Deinert und Christina Massini, bei dem sie den 4. Platz erreichten.

Für die Sportlerinnen geht es vom 7. bis zum 12. September weiter auf die Deutsche Meisterschaft in Obervellach in Kärnten auf die Möll. Lisa Köstle fährt anschließend vom 17. bis zum 26. September zur Sprint-Weltmeisterschaft nach Bratislava.

hw