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Vollversammlung in Lima

IOC setzt auf große Spiele in Paris und L.A.

Für elf Jahre hat das IOC nun Planungssicherheit - mit Paris und Los Angeles richten starke Kandidaten Olympia 2024 und 2028 aus. Das wird die Kasse klingeln lassen. Aber gerade bei Paris gibt es auch Sorgen.

IOC-Präsident
IOC-Präsident Thomas Bach bei der Vollversammlung in Lima. Foto: Martin Mejia Foto: dpanitf3

Lima (dpa) - Nach der Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2024 an Paris und 2028 an Los Angeles glaubt IOC-Präsident Thomas Bach an große und erfolgreiche Spiele.

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«Das ist ein historischer und glücklicher Tag für die Olympische Bewegung», sagte er nach der Entscheidung bei der Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Perus Hauptstadt Lima. Nach mehreren Terroranschlägen in Paris betonte er: «Sicherheit genießt immer höchste Priorität.» Aber niemand wisse heute, wie die Lage in sieben oder elf Jahren aussehen werde. 

Bach sprach mit Blick auf das IOC und die beiden künftigen Gastgeber des größten Ereignisses des Weltsports von einer «Win-Win-Win-Situation». Er sei sehr glücklich. Das IOC kann wieder mit Milliardeneinnahmen gerade aus der TV-Vermarktung rechnen. Viele der Topsponsoren des IOC sind US-Konzerne.

Die erste Doppelvergabe seit fast 100 Jahren ohne Gegenkandidaten erfolgte einstimmig. Dadurch bekommt das IOC Planungssicherheit, zudem könnte man mit diesem Vorgehen bei den nächsten Vergaben Korruptionsversuchen vorbauen. 

Paris (1900 und 1924) und Los Angeles (1932 und 1984) richteten bereits zwei Mal Olympische Spiele aus. Moderne Sportstätten sind bereits vorhanden. Mit Kosten von 6,2 Milliarden Euro (Paris) und umgerechnet 4,5 Milliarden Euro (Los Angeles) sollen es jeweils verhältnismäßig günstige Spiele werden.

Nach den schwierigen Spielen in Rio de Janeiro, die nun auch noch durch mögliche Stimmenkäufe bei der Vergabe überschattet werden, gibt es mit Tokio 2020, Paris und Los Angeles drei Ausrichter, bei denen nicht allzu viel schief gehen dürfte. Allerdings gibt es auch bei Tokio Hinweise französischer Ermittler, dass die Vergabe möglicherweise von Geldzahlungen begleitet wurde.

Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hildalgo betonte: «Das ist ein historischer Moment.» Paris bekomme nach 100 Jahren wieder die Spiele. Frankreis Präsident Emmanuel Macron sagte, die Spiele seien eine hervorragende Möglichkeit, «den Umbau unseres Landes zu begleiten und seine internationale Attraktivität zu steigern». Paris wirbt mit seinen Reizen - allerdings wird die Terrorgefahr angesichts der Anschläge im Januar und November 2015 auch eine große Herausforderung für die Sicherheitskräfte. 

Auf einer außerordentlichen Vollversammlung hatte das IOC am 11. Juli den Weg für die erst zweite Doppelvergabe freigemacht, die nun vertraglich besiegelt wurde. Im Juni 1921 waren die Spiele 1924 an Paris und 1928 an Amsterdam vergeben worden. 

Die IOC-Mitglieder werden am Donnerstag ihre Beratungen fortsetzen. Dann geht es um ethische Fragen der Arbeit des IOC. Der frühere UN-Generalsekretär Ban Ki Moon soll neuer Vorsitzender der Ethikkommission werden. Ban Ki Moon war von 2007 bis 2016 Generalsekretär der Vereinten Nationen. Die Vollversammlung dauert noch bis Samstag.