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Ist Wohnungsbau an der Seestraße möglich?

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Bewohner im Gewerbegebiet Wasserbrenner wünschen sich ein Buswartehäuschen für ihre Kinder. Vizebürgermeister Prechtl empfahl das »gemeindliche Standardhäusl« aufzustellen. Ein solches stand einst an der Staatsstraße. (Foto: Archiv Höfer)

Petting – Eine Bauwerberin möchte ein Haus mit Garage bauen. Das Grundstück an der Seestraße aber liegt irgendwie dazwischen. Von der einen Seite reicht das Gewerbegebiet heran, von der anderen Seite die Ortssatzung Unterdorf. »Mit etwas Wohlwollen könnte man sagen, es passt hier dazu«, meinte Bürgermeister Karl Lanzinger in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Der stimmte allen Bauvoranfragen und Anträgen zu.


Laut Flächennutzungsplan liege das Grundstück auf Gewerbegrund, so Lanzinger. »Es muss geklärt werden, ob es eine Änderung braucht oder ob es so machbar ist.« Das soll im Rahmen einer Bauvoranfrage geklärt werden. Die Bauwerberin war bei den neuen Baugebieten im Rahmen des Einheimischenmodells nicht zum Zug gekommen. Sie stehe wohl auf der Liste für künftige Baugrundstücke.

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Weil man davon jedoch »nicht genug« herbringe, sei es gut, wenn sich anderweitig, hier bei der Verwandtschaft, eine Möglichkeit finde. »Wir müssen um Bauplätze schauen«, appellierte Vizebürgermeister Ludwig Prechtl. Hier sei er »klar dafür«, alles weitere müsse das Landratsamt klären. »Der Nachbar hat doch hier erst gebaut«, wusste Franz Vordermayer. Jedoch: »Der war in der Ortssatzung, hier ist das nicht der Fall«, verglich Lanzinger.

In Ringham möchte ein weiterer Bauwerber ein Einfamilienhaus bauen. Nahe der Neubausiedlung liegt sein Grundstück mit »relativ großem Garten«. Für dieses Unterdorf gebe es eine Ortssatzung, informierte Lanzinger. Die sehe hier eigentlich einen sechs Meter breiten Grünstreifen vor, weshalb sich der Gemeinderat mit dem Wegfall einverstanden erklären müsste.

Prechtl sorgte sich um den Abstand zur Straße, worauf Lanzinger beruhigte: »Ein Sichtdreieck von drei mal 70 Meter muss bleiben.« Skeptisch zeigte sich Philipp Strohmeyer: »Es wird dort mit den Neubauten immer gefährlicher«, wenngleich auch er für eine »Verdichtung« plädierte. »Grundsätzlich ja«, so der Vizebürgermeister, »Details müssen mit dem Bauantrag geklärt werden.« Das sahen die Kollegen ebenso. Einzige Auflage im Vorfeld: Der Abstand zur Straßengrenze muss mindestens drei Meter betragen.

Um die Erweiteruung eines Hauses in Lemperholzen ging es bei einem weiteren Bauantrag. Und zwar in westlicher Richtung um drei Meter, im Obergeschoß mit einem Vier-Meter-Eck. »Das stört keinen Menschen«, kommentierte Thomas Stippel das Vorhaben. Entgegen dem mehrstimmigen »passt scho«, äußerte sich Christian Mayer skeptisch: »Das ist schon recht nahe am Waldrand. Und die Bäume dort sind groß.« Lanzinger gab dazu bekannt, dass ein Nachbar unterschrieben habe, obwohl es die Nachbarunterschriften nach heutigem Recht nicht mehr brauche. Auch diesem Antrag stimmten also schließlich alle Gemeinderäte zu.

Ludwig Prechtl war auf ein mögliches Buswartehäuschen bei Wasserbrenner angesprochen worden. Er schlug vor, das gemeindliche »Standardhäusl« an der Zufahrt zum Gewerbegebiet zu platzieren, gerade mit Blick auf den kommenden Winter. »Das kostet kein Geld und steht ewig«, warb der Vize dafür. Mayer schlug vor, zunächst mit dem Busfahrer zu sprechen. Ein Beschluss erfolgte nicht. höf