Bildtext einblenden
Barbara Krautenbacher und Dr. Fritz Priemer berichteten über das vergangene Jahr.

Jahreshauptversammlung des Ortsverbands Waginger See von Bündnis 90/Die Grünen: »Infrastruktur für Erneuerbare Energien zu schwach«

Waging am See – Sehr gut besucht war die Jahreshauptversammlung des Ortsverbands Waginger See von Bündnis 90/Die Grünen im Lokal Deck 42 im Waginger Segelclub. Nach der Begrüßung berichteten Barbara Krautenbacher und Dr. Fritz Priemer abwechselnd über das vergangene Jahr. 


Mit zwei Infoständen und einer Wahlkampfveranstaltung im Baiuvarenhaus mit dem Direktkandidaten Wolfgang Ehrenlechner war der Ortsverband vor der Bundestagswahl aktiv. Zum Jahresausklang 2021 gab es Glühwein am Lagerfeuer im Baiuvarenhaus. Im neuen Jahr konnten erst nach Abebben der vierten Corona-Welle ab März wieder verschiedene Treffen stattfinden wie der Besuch der Kreisversammlungen, der Veranstaltung zu Erneuerbaren Energien mit Gisela Sengl, Martin Stümpfig und »MaxSolar« in Hörpolding, das Sommerfest des Kreisverbands im Baiuvarenhaus und auch die Waginger Filmtage zum Film »Die Unbeugsamen«. Umfangreich wurde auch zu Tätigkeiten des Gemeinderats von den Räten Barbara Krautenbacher, Dr. Stephanie Schmeiduch, Heini Mayerhofer und Walter Wimmer informiert.

Ernüchternd war die Information von Wimmer, dass zwar die Bereitschaft für einen Ausbau der Erneuerbaren Energien parteiübergreifend zunehme, aber schlicht die Infrastruktur so schwach sei, dass zu wenige Einspeisemöglichkeiten vorhanden seien. Eine erfreuliche Entwicklung hat der Variobus-Service genommen, der die Lücke zwischen nicht versorgten und mit ÖPNV versorgten Bereichen mit 70 Haltestellen ab Mai 2023 verbindet. Für eine noch komfortablere Nutzung sei derzeit eine App in Entwicklung. Die Luftreinigung in den Schulen sei durchgesetzt worden, die mobilen Systeme würden bereits arbeiten, bei der Installation der fest eingebauten Systeme gäbe es jedoch Schwierigkeiten. Die Sprecher gaben noch einen kurzen Ausblick auf kommende Veranstaltungen wie die Teilnahme am Waginger Ferienprogramm, der für Herbst geplante Besuch der Waginger Gemeindewerke und das weihnachtliche Beisammensein im Baiuvarenhaus zum Jahresausklang.

Anschließend berichtete Johannes Poller vom Programmkonvent in Regensburg, zu dem er zusammen mit Gisela Sengl gefahren war. Mitgearbeitet hat er in der Gruppe »Transformation und Digitalisierung«. Der nächste Bericht kam von Hans Kern, der mit dem Kreisverband nach Pfaffenhofen gefahren war. Mit dem Kniff einer Koalitionsvereinbarung zwischen Grünen, SPD und FW konnte die Stadt den jahrzehntelangen Stillstand überwinden, arbeitet nun sehr erfolgreich mit Bürgerenergie-Genossenschaften zusammen und konnte bereits viele grüne Ziele, wie fünf Windmühlen, verwirklichen.

Hedwig Witzleben und Peter Beisser berichteten von der Besichtigungsfahrt nach Berlin auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Saskia Weishaupt. Herausragend und beeindruckend war der Besuch des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide. Nach dem erfreulichen Bericht des Kassiers Andi Nominacher und dessen einstimmiger Entlastung rief Britta Boye noch dazu auf, den Radentscheid zu unterzeichnen. Nach einer Fotoschau über die bereits vorgestellten Veranstaltungen verabschiedeten sich die Teilnehmer gut gelaunt in den Nachmittag.

fb