Jahreshauptversammlung mit Wahlen: Bereitschaftsleitung der Bergwacht Ruhpolding jetzt zu dritt

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Die neue (und alte) Bereitschaftsleitung der Bergwacht Ruhpolding (v.l.): Hansjörg Gstatter, Valentin Hechenbichler und Andreas Dietel. Foto: Marcel Laponder

Ruhpolding – Eine neue und alte Bereitschaftsleitung hat die Bergwacht Ruhpolding bei ihrer Jahreshauptversammlung am vergangenen Wochenende gewählt. Die bisherigen Bereitschaftsleiter Valentin Hechenbichler und Hansjörg Gstatter wurden in ihrem Amt bestätigt. Neu gewählt wurde Andreas Dietel als zweiter Stellvertretender Bereitschaftsleiter. Die Bereitschaftsleitung der Bergwacht Ruhpolding ist damit künftig zu dritt.


Die Ordnung der Bergwacht Bayern ermöglicht seit einigen Jahren die Wahl einer zweiten Stellvertretenden Bereitschaftsleitung. Hintergrund ist, dass die Führung einer Bergwacht immer mehr Aufgaben umfasst und es immer mehr zu tun gibt. Die Bereitschaftsleiter, die ihre Posten alle ehrenamtlich ausüben, können sich so gegenseitig besser entlasten. Einige Bergwachten machen bereits von dieser Möglichkeit Gebrauch. Auch die Landesleitung der Bergwacht besteht aus drei Personen.

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Die Jahreshauptversammlung der Bergwacht Ruhpolding fand unter strengen Hygieneregeln in einem großen Saal in der Chiemgau Arena statt. Im vergangenen Jahr war die Jahreshauptversammlung ausgefallen, da der Termin auf den Beginn des ersten Lockdowns fiel. Deshalb musste die Vorstandschaft neben dem vergangenen Jahr auch noch für 2019 entlastet werden. Die Kassenprüfer Bernhard Haberlander und Christian Geierstanger hatten aber an der Buchführung der Finanzen beider Jahre nichts auszusetzen und die Mannschaft stimmte einstimmig für die Entlastung.

In der Jahresrückschau auf 2020 wurde deutlich, wie sehr das Leben der Bergwacht Ruhpolding von der Pandemie geprägt ist: Seit März 2020 gab es weder Zusammenkünfte, noch große Übungen oder Veranstaltungen. Das kameradschaftliche Leben liegt auf Eis. Der Rettungsdienst läuft indes weiter wie ein Uhrwerk: Jeden Freitag gibt es eine Übergabe der Dienstgruppen im engsten Kreis, bei der die Hygieneregeln wiederholt werden.

Gerade wegen des großen Andrangs auf die Berge seit Beginn der Pandemie ist es wichtig, permanent einsatzbereit zu sein und einen Corona-Ausbruch innerhalb der Mannschaft unbedingt zu vermeiden. Entgegen aller Erwartungen stiegen die Einsatzzahlen der Bergwacht Ruhpolding im vergangenen Sommer zum Glück nicht. Allerdings deutet sich eine Steigerung in der laufenden Wintersaison an.

Trotz Corona gelang es, die Ausbildung der Anwärterinnen und Anwärter weiterzuführen. Max Fraunhofer und Simon Lehrberger konnten ihre Prüfungen erfolgreich absolvieren und sind jetzt Aktive Einsatzkräfte. Neuer Lawinenhundeführer ist Andreas Lindner mir seiner Schäferhündin Juna.

Sogar einige neue Förderer konnten gewonnen werden, die die Bergwacht Ruhpolding mit einer freiwilligen Spende unterstützen. Sie machen rund ein Drittel des Haushalts aus. Einen Überraschungsauftritt legte Fördererbetreuer Albert Schmid am Ende der Jahreshauptversammlung hin. Er erzählte, wie er oft neue Unterstützer für die Bergwacht gewinnt: Wenn jemand jetzt Förderer wird und lange genug dabei bleibt, dann will der Schmid Albert, so verspricht er, nach 25 Jahren höchstpersönlich vorbeischauen und einen Blumenstrauß oder ein geschnitztes Edelweiß überreichen – im Alter von 106 Jahren. Der Applaus, den die Mannschaft der Bergwacht Ruhpolding dem Schmid Albert spendete, war der lauteste seit langem.

fb/red

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