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James als Nowitzki-Imitation: »Zeichen des Respekts«

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Kein Durchkommen
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Dirk Nowitzki (M) wird durch Chris Andersen (l) und Rashard Lewis von Miami Heat gebremst. Foto: Rhona Wise Foto: dpa

Miami (dpa) - Für den Sieg über Dirk Nowitzki musste LeBron James von Miami Heat beim 110:104 gegen die Dallas Mavericks sogar auf eine Imitation des deutschen Superstars zurückgreifen.


Nachdem der Würzburger seine »Mavs« im Duell mit den Miami Heat dank einer Galavorstellung herangeführt hatte, setzte James in der Schlussphase zum einbeinigen Sprungwurf im Rückwärtsfallen an - das Markenzeichen Nowitzkis.

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»Es war ein Zeichen des Respekts«, erklärte James die Aktion zum vorentscheidenden 102:99 gut zwei Minuten vor Ende. »Ich habe Dirk zugeschaut. Er ist einer meiner Lieblingsjungs. Ich liebe es, wie er das Spiel angeht, sein Spiel ist bewundernswert. Ich habe mir den Wurf genommen, aber ich mache es nicht so gut wie er.«

Der Gepriesene selbst ärgerte sich trotz seiner besten Saisonleistung mit 28 Punkten über zu viele Schludrigkeiten seiner Mannschaft. »Wir haben nicht gut genug auf den Ball aufgepasst, um zu gewinnen. Es ist so schwer auswärts mit 24 Turnover zu gewinnen«, meinte Nowitzki, der fünfmal den Ball verlor.

Vor allem mit James konnten die Mavs bei ihrer vierten Niederlage im neunten Spiel nicht mithalten - der viermalige wertvollste Spieler der NBA dominierte die Partie mit 39 Zählern, sechs Rebounds und vier Assists. »Es ist schwer, LeBron James zu kontrollieren«, lobte Dallas-Coach Rick Carlisle nach der Neuauflage der NBA-Finals 2006 und 2011. »Er hat einige Hochschwierigkeits-Schüsse getroffen. Es ist möglicherweise der Einzige im Spiel, der das kann.«

Seit dem Titelgewinn vor zweieinhalb Jahren konnten die Texaner in fünf Anläufen nicht mehr gegen die Heat gewinnen. Für Nowitzki hatte der Trip nach Florida dennoch zumindest abseits des Felds noch ein positives Ende genommen. Fast einen Tag lang musste der 35-Jährige auf sein Gepäck warten und glaubte dieses zwischenzeitlich schon gestohlen. »Meine Tasche wurde gerade in meinen Raum geliefert«, twitterte er dann aber vor dem Spiel. »Jetzt kann ich heute Abend meine Lederhosen tragen.«

Den einzigen Sieg der deutschen NBA-Profis am Freitag feierte Rookie Dennis Schröder beim 113:103 seiner Atlanta Hawks gegen die Philadelphia 76ers. Der gebürtige Braunschweiger spielte zwölf Minuten, verbuchte aber nur einen Zähler und einen Assist. Damit hat der 20-Jährige in seinen vergangenen fünf Auftritten nach einer Ein-Spiel-Sperre insgesamt nur fünf Punkte erzielt.

Sein deutscher Nationalmannschaftskollege Chris Kaman unterlag mit den Los Angeles Lakers gegen die Memphis Grizzlies 86:89. Kaman markierte in 15 Minuten Spielzeit sechs Punkte, Elias Harris kam nicht zum Einsatz. Der deutsche Nationalspieler war von den Lakers zum Farm-Team Los Angeles D-Fenders in die D-League geschickt worden, stand aber laut Spielberichtsbogen zumindest im Kader.

Twitter Nowitzki

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