Japanische Knöteriche: Gefahr für heimische Flora

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Der Japanische Staudenknöterich befällt auch die Wiese am Naturerlebnisweg in Bischofswiesen. (Foto: privat)

Berchtesgadener Land – Ob in Bischofswiesen, in Berchtesgaden oder am Königssee: Monika Woelfel vom Bund Naturschutz Bad Reichenhall beobachtet vermehrt Japanische Knöteriche in der Landschaft. Das Unkraut gefährdet nicht nur die heimische Flora, sondern auch die Artenvielfalt. Woelfel will eine Ausbreitung verhindern. In den vergangenen zehn Jahren hat sie gemeinsam mit dem Bund Naturschutz einige von Unkraut befallene Flächen bereits erfolgreich bekämpft. 


Laut Woelfel ist es »erschreckend, mit welcher Zögerlichkeit das Problem der Überhandnahme des Knöterichbewuchses an Ufern, Straßenrändern, Waldlichtungen und Gärten begegnet wird. Obwohl er schon mancherorts die Flora dominiert, wird er immer noch nicht erkannt und wird häufig sogar mit dem Springkraut verwechselt«.

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So seien vermehrt Japanische Knöteriche am Naturerlebnisweg Bischofswiesen und auch am Ufer des Königssees in der Nähe der Kunsteisbahn zu beobachten. Die Ausbreitung des Knöterichs müsse man deshalb umgehend stoppen. »Dabei kann das Bild einer Massenansammlung des Knöterichs sehr entmutigend wirken. Meine Erfahrung aber zeigt, dass es möglich ist, mit viel Geduld und Einsatz den Japanischen Knöterich zurückzudrängen«, sagt Woelfel.

Doch wie stoppt man die Ausbreitung des Unkrauts? Alle neuen und jungen Ansammlungen des Knöterichs, die oft über Meter hinweg mit den großen Beständen verbunden sind, müssen so oft herausgerissen werden, bis nichts mehr nachwächst. Wenn dies nicht möglich ist, sollten die Uralt-Bestände kurz nach der Blüten- und vor der Samenbildung abgeschnitten werden.

»Extrem wichtig ist die richtige Entsorgung der Pflanzenreste.« Diese dürfe man auf keinen Fall irgendwo ablegen, da sich sonst neue Bestände bilden können.

Woelfel will auch in Zukunft die Ausbreitung des Unkrauts bekämpfen: »Ausdauer und Einfallsreichtum ist angesagt, um dieser interessanten und äußerst robusten Pflanze Herr zu werden. Die Natur wird es danken, mit einer zurückkehrenden Vielfalt.« fb

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