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Jeden Morgen im Paradies aufwachen

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Seit rund 20 Jahren haben Elfriede und Willi Huber ihren Garten Stück für Stück in ein kleines Blumen- und Rosenparadies verwandelt. (Foto: Rasch)

Traunstein – Es gibt wohl niemanden, der, wenn er einen Rosenstrauß geschenkt bekommt, nicht erst einmal seine Nase hinein hält oder bei einem Besuch eines Rosengartens die »Königin« der Blume erst einmal beschnuppern muss.


Denn der Duft gehört für Rosenliebhaber ebenso dazu wie die faszinierenden Blüten in allen Formen und Farben. Rund 60 verschiedene Rosensorten zu beschnuppern und zu bestaunen gibt es im Garten von Elfriede und Willi Huber in Rettenbach.

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Ein Gartenteich ziert den romantischen Garten, überall wo das Auge hinreicht, blühen Rosen. Dazu gesellen sich auf etwa 700 Quadratmetern ein riesiges Staudenparadies, lauschige Sitzmöglichkeiten und ein Gemüsegarten. Es ist ein Anblick wie aus einem Märchen! Mittendrin stehen Elfriede und Willi Huber, die in ihrem Garten ein wahres Blütenparadies geschaffen haben. Überstrahlt wird die farbenfrohe Blütenpracht von einer riesigen Kletter-Rose in einem Baum. Der sogenannten »Himalayan Musk« habe man heuer schon zwei bis drei Wochen früher beim Wachsen regelrecht zuschauen können, sagt Willi Huber. Bedingt durch milde Temperaturen ohne Frost und die teilweise üppigen Niederschlägen blühten viele Rosen schon im Mai auf. Insofern kann sich das Ehepaar heuer über eine längere Zeit an dem wunderschönen Anblick ihrer über 100 Rosensträucher mit 60 verschiedenen Sorten – von der einmalblühenden »Seagull« über die duftende »Rose de resht« bis hin zum den »Gebrüdern Grimm« oder »Gertrude Jekhyll« erfreuen. »Richtig alte Sorten haben wir nicht im Garten«, erklärt Willi Huber, der für die »Diva« – wie die Rose in Gärtnerkreisen auch genannt wird – und für den Gemüsegarten verantwortlich ist, während sich seine Frau Elfriede um den Rest der Blumen und Sträucher kümmert.

Dass ein so großer Garten auch mit Arbeit verbunden ist, versteht sich von selbst. Vor allem bei den Rosen ist nach der ersten Blüte das Rosenjahr noch nicht beendet. »Wichtig ist das Düngen«, weiß der erfahrene Rosenkenner. Zur Stärkung der Triebe sollte man im September keinen Stickstoff, sondern vielmehr kalkhaltigen Dünger zur Stärkung der Triebe aufbringen. Im Frühjahr schwört der Hobbygärtner auf abgelagerten Pferde- oder Kuhmist. Den eigenen Kompost mischt er etwas später darunter. Rosendünger bringt er erst dann auf, wenn die ersten Knospen ansetzen, und nach der ersten Blüte.

Der mit der täglichen Pflege verbundene, große Aufwand ist für Elfriede und Willi Huber nicht ausschlaggebend. Für sie zählt letztendlich das Resultat, jeden Morgen in einem Paradies aufzuwachen, das sie sich langfristig geschaffen haben. »Wir haben unseren Garten nicht aufgrund einer Planung innerhalb kurzer Zeit angelegt. Seit rund 20 Jahren haben wir den Garten Stück für Stück so aufgebaut und angelegt, wie er heute ist.«

Das Ehepaar freut sich jetzt schon auf die Traunsteiner Rosentage. »Die Rosentage sind eine schöne und gelungene Veranstaltung. Meine Frau und ich freuen schon darauf, wieder neue Anregungen und Ideen aufzunehmen.« Selbstverständlich sei auch der Reiz nach neuen Rosensorten groß, aber: »Der Platz in unserem Garten ist sehr begrenzt.« ga