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Jetzt ist mal wieder richtig Sommer

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Wasser marsch: Das Schornbad hat für Jung und Alt etwas zu bieten. Fotos: Anzeiger/Wechslinger (2), privat
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Viel los ist derzeit auch im Naturbad Aschauerweiher.
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Das Schellenberger Bad ist vor allem bei Kindern beliebt.

Berchtesgaden – Es ist Sommer. Und damit endlich Freibadzeit. Anders als in vielen Gegenden Deutschlands blieben alle drei Berchtesgadener Freibäder vor Hochwasserschäden verschont und so lief mit etwas Verspätung die Badesaison voll an. Doch die eineinhalb verregneten und zu kalten Monate sind nur noch schwer aufzuholen. Aber möglich ist es.


Im Naturbad Aschauerweiher läuft es bestens. Von Trinkwasserqualität spricht Bademeister Michael Obraczka nach seinen täglichen Messungen. Die Wassertemperatur ist durch die warme Witterung bereits auf 24 Grad gestiegen. Als das Wasser schon die 25-Gradmarke überschritten hatte, kühlte man das Wasser herunter, um wieder 23 bis 24 Grad zu halten.

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Die Gäste sind zufrieden. Sie mögen das Aschi. Kein Wunder: Die vier Bademeister haben mal wieder viel Arbeit in die Verschönerung der Anlagen mit viel Blumenarrangements gelegt. Und so herrscht derzeit emsiges Treiben im Wasser und auf den Liegewiesen. Auch die Kinder haben ihren Spaß. Bei gewagten Sprüngen und beim Rutschen. Das gilt besonders für das Schornbad, wo die Sprunganlage und die Rutschen auf dem neuesten Stand der Technik sind.

Aber nicht nur Wagemutige kommen in den Berchtesgadener Bädern auf ihre Kosten. »Die traditionellen Morgenschwimmer sind sogar an den kalten Hochwassertagen gekommen«, weiß Bademeister Obraczka vom Naturbad Aschauerweiher. Da hätten sich jedoch nur ein paar wenige in die kalten Fluten gewagt. Sonst kommen täglich bis zu 20 Morgenschwimmer. Ähnliches gilt für das Schornbad, das bereits seit 9. Mai geöffnet hat. Hier tummeln sich täglich um die 15 Morgenschwimmer. An schlechten Tagen sind es immerhin drei bis vier Unentwegte. Nur an einem einzigen Tag während des Hochwassers kam gar kein Badegast, erinnert sich Bademeister Peter Tronicsek.

Als einziges der drei Berchtesgadener Freibäder war das Schwimmbad Marktschellenberg vom starken Unwetter betroffen. Wie von Bademeister Stefan Kandler zu erfahren war, verlegte sich ein Bach ins Bad. Auch drang Wasser in das Gebäude ein und zog Bodenplatten in Mitleidenschaft: »Der Badebetrieb ist aber nicht beeinträchtigt. Ob wir den Ausfall durch das schlechte Wetter noch aufholen können, muss man abwarten«, meint Kandler, der seit 21 Jahren für das Bad zuständig ist. Derzeit sei das Schwimmbad sehr gut besucht, vor allem viele Kinder kämen nach der Schule.

Geringe Minuszeiten durch fehlenden Badebetrieb werden im Laufe der Saison in allen drei Bädern leicht abgebaut. Manche Tage dauern für einzelne Bademeister von 5.00 Uhr bis spät in den Abend. Sollten sich dennoch Minuszeiten ergeben, dann wechseln die Bademeister in die jeweiligen Bauhöfe, um dort anzupacken.

Hochbetrieb herrscht natürlich auch bei den gastronomischen Betrieben in allen Bädern. Da bedarf es schon logistischer Planung, um die Gäste zufriedenzustellen und nicht zu lange warten zu lassen.

Gut angekommen ist die Wertkarte für die Bäder. Schön wäre es allerdings in Zeiten von vollkommener EDV, wenn die Saisonkarten sowohl im Aschauerweiher als auch im Schornbad gelten würden.

Für die nächsten Tage ist zwar eine leichte Abkühlung mit Gewittern vorhergesagt, danach geht es mit dem Sommerbadebetrieb jedoch weiter. Und zwar so lange wie möglich. Das »Aschi« und das »Schorni« sollen bis zum Ende der Sommerferien geöffnet bleiben. Wenn das Wetter will, sogar noch ein paar Tage länger. Christian Wechslinger

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