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Josef Frisch junior ist neuer DJK-Vorsitzender

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Ehrungen gab es bei der Jahreshauptversammlung der DJK Otting: Der neue Vorsitzende Josef Frisch junior (links) und der scheidende Vorsitzende Georg Steinmaßl (rechts) ehrten Mitglieder, die schon seit 50 Jahren beim Verein sind (ab Zweiter von links): Fritz Mayer, Walter Koch und Josef Seehuber. (Foto: Eder)

Wie der Vater so der Sohn: Josef Frisch senior war bis 2004 Vorsitzender der DJK Otting gewesen, insgesamt 16 Jahre lang, nun hat sein Sohn Josef junior den Chefposten beim Ottinger Sportverein übernommen. In der Jahreshauptversammlung in der vollbesetzten Gaststube des Gasthauses Oberwirt wurde er einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Damit ist er Nachfolger von Schorsch Steinmaßl, der in den vergangenen zehn Jahren den Verein erfolgreich geführt hatte.


Und so sieht die neu gewählte Vorstandschaft aus: Vorsitzender Josef Frisch jun., Zweiter Vorsitzender Manfred Brzoska, Schriftführer Markus Zehentner, Kassier Christoph Seehuber, Beisitzer Margit Thaller, Josef Breitwieser und Michaela Kurz. Jugendleiterin ist Kathrin Bösch. Kassenprüfer sind Willi Haberlander und Christoph Zahnbrecher.

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Ganz neue Gesichter im Vorstand sind eigentlich nur Breitwieser und Kurz. Denn Frisch jun. und Brzoska waren zuvor schon als Beisitzer dabei, Schriftführer und Kassier machen weiter, ebenso die Kassenprüfer.

Verein hat aktuell 905 Mitglieder

Im Mittelpunkt des Abends standen die Rückblicke des scheidenden Vorsitzenden Steinmaßl auf das vergangene Jahr und auch auf das vergangene Jahrzehnt. Im Mittelpunkt stand auch die jährliche Bierzeltwoche, bei der 2019 wieder alles gepasst hab. Zwei größere Baumaßnahmen wurden erfolgreich abgewickelt: der Bau der Busgarage und die Sanierung der Umkleiden im Untergeschoß. Vertreter des Vereins nahmen unter anderem am Diözesantag der DJK, an der Sportlerwallfahrt nach Andechs, an der 60-Jahr-Feier des TSV Traunwalchen am Regionaltreffen der DJK in Kammer und an kirchlichen Festen teil. Aktuell hat die DJK 905 Mitglieder, fünf weniger als im Jahr davor, 382 weibliche und 518 männliche, ein Drittel davon Jugendliche unter 18.

Im Rückblick auf seine zehnjährige Amtszeit bezeichnete Steinmaßl das 50-jährige Bestehen der DJK als einen der Höhepunkte: »Da stand ich als Festleiter kurz vor dem Burnout.« Aber letztlich habe das Fest wie am Schnürchen funktioniert. Neben den jährlichen Bierzeltwochen gab es auch einen politischen Frühschoppen mit Ilse Aigner als Gast, und dann gab es 2018 – perfekt für einen 35-Grad-Sonntag – die Ottinger Wasserspiele. Sportlich war das Jahr 2011 das erfolgreichste in der Ära Steinmaßl: Beim »Dreifach-Aufstieg« schafften es sowohl die Fußball-Damen als auch die Fußballherren I und II in die jeweils nächsthöhere Klasse.

Zudem wurde zwischendurch immer wieder auch gebaut und saniert. Ins Vereinsheim wurde eine neue Heizung eingebaut, der Bierzeltplatz samt Stockbahnen saniert, ein Ballfangnetz wurde aufgestellt und zuletzt die Busgarage gebaut und die Umkleiden im Untergeschoß saniert. Steinmaßl hob die jeweils gute Unterstützung durch die Marktgemeinde Waging hervor und lobte die Mitglieder, die überall gut mitgezogen hätten. Vor allem das »Ottinger Alleinstellungs-Merkmal«, das alljährliche Bierzelt, sei nur möglich, weil hier so viele ganz selbstverständlich mithelfen. Langer Applaus belohnte Steinmaßl am Ende seiner Ausführungen für seinen Einsatz in den vergangenen zehn Jahren.

Seinen Nachfolgern gab er noch einige Anregungen mit auf den Weg. Am Dach bei der Solaranlage gehe es nass rein, hier müsse repariert werden, und es seien noch die oberen Duschkabinen zu sanieren. Am Freitag, 24. Juli, geht’s los mit dem Zeltaufbau für die Bierzeltwoche.

Wie Kassier Christoph Seehuber berichtete, war bei den Einnahmen das Bierzelt, das »wahnsinnig gut gelaufen ist«, ein wichtiger Posten. Bei den Ausgaben stand die Busgarage im Mittelpunkt, die aber bei Gesamtkosten von rund 81 000 Euro dank Zuschüssen und Eigenleistungen die DJK-Kasse nur mit 38 576 Euro belastete. So weist die Kasse trotz eines Jahres-Minus weiterhin einen soliden Stand auf. Die Entlastung wurde einstimmig erteilt.

Sieben Mitglieder wurde für 50-jährige Treue zum Verein geehrt: Simon Gabler, Walter Koch, Fritz Mayer, Josef Seehuber, Maria Seehuber, Berta Stöger und Johann Weiß.

Waltraud Jetz-Deser, geistliche Beirätin der DJK, lobte die große Vielfalt der Vereine vor Ort und das hohe Engagement der Mitglieder. Besonders sprach sie dem scheidenden Vorsitzenden ihre Anerkennung für seinen Einsatz aus. Bürgermeister Matthias Baderhuber stellte kurz und bündig fest, dass bei der DJK »alles passt«. Steinmaßl sei ein Vorsitzender gewesen, mit dem man gut zusammenarbeiten konnte. Er sei »einer, der verbindet, weil er mit den Leuten redet. So kriegt man dann alles, was man will, auch beim Waginger Gemeinderat«, fügte er noch schmunzelnd an.

Vorfreude auf die neue Aufgabe

Als der neue Vorsitzende Sepp Frisch junior die Versammlungsleitung übernahm, meinte er: »Vor 14 Tagen hätte ich mir noch nicht vorstellen können, Vorsitzender zu werden. Aber einer muss es ja machen.« Mittlerweile freue er sich auf seine neue Aufgabe. Die Fußball-Abteilungsleitung werde er übrigens im Sommer aufgeben. Für seine Arbeit erhofft er sich zusätzliche Unterstützung: dafür solle eine Art »Abteilung Haus und Hof« ins Leben gerufen werden.

Dann verabschiedete er noch die beiden ausscheidenden Vorsitzenden Steinmaßl und Franz Tradler mit einem Geschenkkorb und hob deren Verdienste hervor, wobei es noch einmal viel Applaus gab. Der Verein stehe finanziell und personell hervorragend da, sagte Frisch. he