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Franziska (Franzi) Flechsenhaar bestand mit Dackel Sissi die Begleithundeprüfung. Unser Bild zeigt sie mit Richter Jürgen Völkl und Begleithundeobfrau Barbara Frank.

Jüngstes aktives Mitglied des Dackelclubs Chiemgau: Franzi Flechsenhaar aus Ruhpolding bestand Begleithundeprüfung

Ruhpolding – Als jüngstes aktives Mitglied des Dackelclubs Chiemgau bestand die elfjährige Franzi Flechsenhaar mit ihrer Dackelhündin »Sissi von der Reiteralm« die Begleithundeprüfung »Gesamt«. 


Am Hundeplatz des Ameranger Schäferhundevereins legte sie erfolgreich mit ihrer Dackelhündin »Kora von der Reiteralm«, genannt Sissi, die Gesamt-Prüfung im I. Preis ab. Nach elf Übungseinheiten plus üben zuhause bewies Franzi, dass auch ein Dackel gehorchen kann, wie Justine Betzl vom Dackelclub berichtet.

Die Prüfung besteht aus den Gehorsams-Fächern, der Führersuche und der Wasserarbeit. Schon bei den Gehorsams-Fächern Führigkeit, Folgsamkeit, Ablegen, Verhalten bei Geräuschen, gegenüber Menschen und im Straßenverkehr ging sie ruhig mit ihrer Sissi über ein Hindernis, durch die Pylonen und ließ Sissi dann los, um eine 30-Meter-Distanz frei bei Fuß zu gehen. Auch das fünfminütige Ablegen meisterte Sissi gut und beim Straßenüberqueren mit entgegen kommenden Radlern, Joggern und Spaziergängern folgte Sissi aufs Wort. Bei der Führersuche zeigte Sissi Richter Jürgen Völkl aus Bodenmais vorzüglich, dass sie ihr Frauchen Franzi finden will.

Nachdem Franzi eine 300 Meter lange Fährte mit zwei rechtwinkligen Haken im offenen Gelände gezogen und sich versteckt hatte, ließ ein Helfer Sissi los, die – die Nase auf der Spur – Franzi ruckzuck fand. Das Ablegen vor einem Gebäude und Warten, bis Frauchen nach fünf Minuten zurückkommt, war eine Herausforderung. Denn Sissi sah Franzi dabei nicht, aber es liefen Jogger vorbei, Spaziergänger mit Hund und Radfahrer. Doch der Befehl »ablegen und bleib«, dazu noch ein Handzeichen, wirkte. Sissi gehorchte.

Überglücklich startete Franzi zu Sissis Lieblingsfach, der Wasserarbeit. Zur Prüfung wird ein beliebiger Gegenstand mindestens sechs bis acht Meter weit in tiefes Wasser geworfen. Der Hund soll ihn freiwillig holen. Schon an den Übungstagen bekam Sissi nicht genug vom Wasser und so attestierte der Richter abschließend eine ausgeprägte Wasserfreude und -arbeit – volle Punktzahl inklusive.

Bei der Siegerehrung lobte er Franzi und ermutigte sie, so weiterzumachen. Stolz erzählte sie ihm dann, dass Sissi letztes Jahr das Dackelrennen in Burghausen gewann. Sie ist nicht nur ein Familienhund, »mein Papa ist Jäger und sie bestand die jagdlichen Prüfungen mit ihr ebenfalls«.

Nun freut sich Franzi auf den 17. September, denn da startet Sissi bei der ersten Dackelgaudi der Sektion Chiemgau, einer von zwölf Sektionen im Bayerischen Dachshundklub. Die Dackelgaudi findet nach zweimaligen coronabedingten Absagen auf dem Hundeplatz des Schäferhundevereins Amerang statt. Anmelden kann sich dazu jeder Dackel ob jung oder alt, ob Jagd- oder Familienhund auf der Internetseite des Dackelclubs Chiemgau.

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