weather-image

Justin Biebers Affe soll zu Artgenossen in den Zoo

München (dpa) - Justin Biebers Kapuzineräffchen Mally wird wohl in einem Zoo in Deutschland bleiben. «Der Affe wird in eine seit langer Zeit bestehende Gruppe von Kapuzineraffen integriert», sagte Dietrich Jelden vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn.

Justin Bieber
Justin Biebers Affe soll einen Zoo-Platz bekommen. Foto: Ali Haider Foto: dpa

Biebers Anwälte hätten signalisiert, dass der Sänger auf das Tier verzichten werde. Unklar sind indes die finanziellen Folgen für den Superstar.

Anzeige

Neben den Kosten für die Unterbringung des mittlerweile gut fünf Monate alten Primaten in einem Tierheim muss Bieber nach Angaben des BfN möglicherweise auch mit einem Bußgeld oder sogar einem Strafverfahren rechnen.

Weil der Sänger bei der Einreise nach Deutschland Ende März für seine «Believe»-Tour keine Papiere für das Tier dabei hatte, wurde «Mally» am Münchner Flughafen vom Zoll beschlagnahmt. Seitdem lebt der Affe im Tierheim.

«Er wächst und gedeiht», sagte Tierheimsprecherin Judith Brettmeister. «Er nimmt schön zu und hüpft durch die Gegend. Jetzt wird es langsam Zeit, dass er in die Gemeinschaft von anderen Affen kommt.» Von seinen Artgenossen könne er Kommunikation und Verhalten lernen. «Sonst fängt er an, komisch zu werden», sagte Brettmeister.

Außerdem soll sich der Weißschulterkapuzineraffe nicht zu sehr an die Menschen gewöhnen - gehört Mally doch zu einer sehr sozialen Affenart. «Sie leben im Familienverband, in Großfamilien», erklärte Jelden, der im BfN die Abteilung für Artenschutzvollzug leitet.

Die Kosten für Unterbringung und Verfahren summieren sich nach Einschätzung des BfN auf einen fünfstelligen Euro-Betrag. Das Bundesamt wirft Bieber vor, das Äffchen ohne Einfuhrgenehmigung nach Deutschland gebracht zu haben. Eine Genehmigung sei für alle Tiere nötig, die unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fielen.

Bis zum Freitag (17. Mai) hätte Bieber noch Zeit, die Papiere vorzulegen und sein Tier zurückzufordern. Davon geht beim BfN aber momentan niemand aus.

BfN zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen