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Kaiserliches Konzert zum Jubiläum

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Tenor Klaus Eisensteiner, Bass Johannes Schmuck, Alt, Beate Altenweger Sopran Beate Altweger (v. l.) und Dirigent Alfons Schmuck mit Orchester und Chor der Pfarrei Sankt Martin beim Auftakt der Musiktage in Waging am See. (Foto: Bohm)

Obwohl rundherum Veranstaltungen stattfanden, kamen viele Besucher zum Auftakt der 20. Musiktage in Waging am See in die Pfarrkirche Sankt Martin. Gestaltet wurde das anspruchsvolle Konzert von Chor und Orchester der Pfarrei Sankt Martin, die Gesamtleitung hatte Alfons Schmuck.


Es war schon rein äußerlich beeindruckend: Der Chor, bestehend aus 20 Damen und 15 Herren, zog in das Gotteshaus ein. Dass aus seinen Reihen die vier Solisten stammten – Beate Altenweger (Sopran), Lisa Schmuck (Alt), Klaus Eisensteiner (Tenor) und Johannes Schmuck (Bass) –, die sich im Verlauf des Konzerts immer wieder als hervorragende Sänger erwiesen, konnten die Besucher dann feststellen. Dazu kam ein vielköpfiges Orchester, und Rupert Eder war noch als Solotrompeter zu hören. Sie alle gestalteten ein höchst anspruchsvolles Programm.

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Nicht allzu häufig zu hören sind Werke von Maximilian-Friedrich Freiherr von Droste zu Hülshoff ( 1764-1840). Von ihm erklang zu Beginn ein Te Deum I Allegro, für Chor, Soli und Orchester und zum Abschluss das Te Deum XVI, ebenfalls Allegro, in derselben Besetzung. Die Werke forderten die Sänger, besonders die Sopranistin.

»Misericordias Domini« war der Titel des sich anschließenden Offertoriums de tempore von Wolfgang Amadeus Mozart, das von die vier Singstimmen, zwei Violinen, Bass und Orgel eindrucksvoll dargeboten wurde.

Eine Besonderheit bildete natürlich das »Regina Coeli«, das von Kaiser Joseph I (1678-1711) komponiert wurde. Laut Programm sind von seiner Hoheit nur noch zwei weitere weltliche Kompositionen erhalten – die Aufführung in Waging war also ein ganz besonderes musikalisches »Schmankerl«, zumal die Solomotette in sechs abwechslungsreichen Sätzen Beate Altenweger und Lisa Schmuck reichlich Gelegenheit bot, ihren Stimmumfang auszuloten. Es gelang mit Bravour.

Von Georg Friedrich Händel (1685-1759) stammte dann das nächste Stück, eine Suite in D-Dur in fünf Sätzen, von Rupert Eder auf der Trompete klangvoll gespielt.

Aus »Lauda Sion«, op. 73 von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) sang Beate Altenweger »7. Caro cibus, sanguis potus« solo, anspruchsvoll und klangschön. Vom selben Komponisten stammte dann Teil 8, »Sumit unus, sumunt mille« für Solisten, Chor und Orchester.

Während alle bisher genannten Stücke in lateinischer Sprache gesungen wurden, erklang der »Sonnengesang des Heiligen Franziskus« von Martin Fuchsberger für Chor a cappella auf Deutsch. Während zu Beginn der einzelnen Strophen die Stimmen eher psalmodierend dunkel erklangen, folgte jeweils im zweiten Teil ein jubelnder Dankgesang.

Die Besucher goutierten die wunderbare Darbietung des Konzerts mit viel Applaus und freuten sich über die Zugabe, eine Wiederholung des Te Deum. bo

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