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Kaiserwetter zum 40. Jubiläum vom SoHalunke-Faschingszug in Waging

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Faschingsumzug in Waging am See – Nachrichten aus dem Landkreis Traunstein
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Mit einem riesigen Wagen ist der Faschingsverein "So Halunke" in seinem 40. Jubiläumsjahr unterwegs. Und nicht nur Vorsitzender Hans Poller verteilt massig Guatln an die vielen Zuschauer an den Straßenrändern. (Fotos: Eder)
Faschingszug in Waging am See – Nachrichten aus dem Landkreis Traunstein
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Tausende Zuschauer ließen sich am Montag vom Faschingsumzug durch Waging beeindrucken. (Foto: Eder)

Waging am See – Prächtiger Sonnenschein umrahmt den Waginger Faschingszug am Dienstagnachmittag und bringt so zur Freude von tausenden Besuchern die vielen bunten Kostüme und Dekorationen so richtig zur Geltung.


Die Politik liefert in Waging, so weit man sehen kann, keine Anregungen für den Faschingszug – sieht man mal davon ab, dass die Damen des Feichtner Fegerlvereins in ihren tollen Roboterkostümen manch eine Spaßbremse aus dem Rathaus auf den Mond schießen wollten, weil sie heuer am Unsinnigen Donnerstag dort ausgeladen worden waren.

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Am liebsten auf den Mond schießen wollen wohl auch Pfarrer Andreas Ager und seine Ministranten allzu besorgte „Helikopter-Eltern“; ihr Slogan: „Wir wollen genauso schlimm sein, wie es unsere Eltern einmal waren.“ Die kleinen Piraten aus dem Kindergarten ließen sich das nicht zwei Mal sagen und gingen mit ihren Degen verwegen auf den ein oder anderen Besucher los.

Schadenfreude ist doch was Schönes: Sie galt diesmal den italienischen Fußballern ebenso wie den deutschen Curlern, die sich nicht für die WM beziehungsweise Olympia hatten qualifizieren können; verantwortlich dafür der Kammerer Burschenverein und eine Waginger Frauengruppe.

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Schadenfreude ist die schönste Freude: Diese Waginger Damen machen sich lustig über die deutschen Curler, die komplett die Olympia-Teilnahme versaust haben.

Wie man an den riesigen Lettern auf ihrem überdimensionalen Gefährt erkennen kann, feiert heute der Faschingsverein „So Halunke“ sein 40-jähriges Bestehen. Sogar noch ein bisschen weiter zurück in der Zeit gehen einige Waginger Damen, die sich in ein blumig-buntes Hippie-Outfit geworfen hatten. Ganz aktuell war dagegen der Tanz der Gardemädchen.

Alle Bilder vom Umzug in unserer Galerie:

Wohin man auch sieht, überall gibt es viel Fantasievolles zu bewundern: etwa das alljährlich in Waginger vertretene Inzeller Frauen-Quintett als lustige Vögel, eine Gruppe Schokobons, gewaltig dicke japanische Sumo-Ringer mit grazilen Frauen, gehörnte Wolpertinger und eine Schar „offenherziger“ Leute, die damit Stimmung für die von der Zeitschrift „Emma“ kritisierte Bierfilzl-Werbung des Hofbräuhauses Traunstein machen wollen.

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Mit dem Slogan "Emma ade, Dirndl juchee" verteidigte diese Gruppe die Werbekampagne des Hofbräuhauses Traunstein gegen die "Emma"-Redaktion.

Auch viele der Besucher an den Straßenrändern haben sich mit kreativen, bunten Verkleidungen dekoriert. Angeführt und musikalisch begleitet wird der Faschingszug, zu dem auch einige Nachbarvereine ihre Aufwartung gemacht hatten, von der Waginger Faschingsmusi und etlichen anderen Kapellen. he

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Die „lebensechten“ Roboter aus Feichten wollten diejenigen Rathaus-Spaßbremsen aus dem Rathaus auf den Mond schießen, die sie beim Weiberfasching ausgeladen hatten.
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Der Kammerer Burschenverein nahm die italienischen Fußballer aufs Korn: Da sich diese für die WM nicht qualifiziert hatten, könnten sie dort ja wenigstens die Pizza-Lieferung übernehmen, so deren Botschaft.
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Pfarrer Andreas Ager machte lautstark Werbung für „frei laufende Kinder“ und gegen „Helikopter-Eltern“.

Fotos: Eder