weather-image
18°

Kalifornischer Stausee zum Bersten voll

0.0
0.0
Wassermassen
Bildtext einblenden
Wassermassen aus dem Oroville-Stausee fließen über eine beschädigte Straße und einen erodierten Bergrücken. Foto: Kelly M. Grow Foto: dpa
Luftaufnahme
Bildtext einblenden
Die Luftaufnahme zeigt das Ausmaß der Zerstörung. Foto: Randy Pench Foto: dpa
Leergefegt
Bildtext einblenden
Ein Passant geht an einer evakuierten Tankstelle vorbei. Foto: Marcio Jose Sanchez Foto: dpa
Nach dem Regen
Bildtext einblenden
Die Katastrophe scheint vorerst abgewendet. Foto: Rich Pedroncelli Foto: dpa
Blick auf den See
Bildtext einblenden
Wegen der kritischen Lage wurde der Notstand für mehrere Bezirke ausgerufen. Foto: Rich Pedroncelli Foto: dpa
Orovill-Staudamm
Bildtext einblenden
Wassermassen aus dem Oroville-Stausee fließen über eine beschädigte Straße und einen erodierten Bergrücken. Foto: Kelly M. Grow Foto: dpa
Überlauf
Bildtext einblenden
Aus dem Überlauf des Oroville-Stausee drängen riesige Wassermassen zu Tal. Foto: Kelly M. Grow Foto: dpa
Beschädigter Überlaufkanal
Bildtext einblenden
Die Luftaufnahme zeigt Wassermassen, die durch den beschädigten Überlaufkanal strömen. Foto: William Croyle Foto: dpa

Nach heftigen Regenfällen sind Stauseen in Kalifornien zum Bersten voll. Wegen Schäden am Oroville-Staudamm mussten Anwohner vorsichtshalber das Gebiet räumen. Eine Katastrophe konnte bisher abgewendet werden.


Sacramento (dpa) - Eine Flutkatastrophe in Nordkalifornien ist vorerst abgewendet, doch für Zehntausende Menschen am Oroville-Stausee gibt es noch keine Entwarnung. Einen Tag nach einer Massenevakuierung mussten die Anwohner weiter das Gebiet meiden.

Anzeige

Die Behörden machten keine Angaben darüber, wann die Betroffenen in ihre Häuser zurückkehren können. Der drohende Kollaps eines beschädigten Abflusskanals an dem riesigen Staudamm hatte die Behörden am Wochenende im Alarmbereitschaft versetzt. Fast 190 000 Menschen waren aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen. Für andere galt die Anweisung, im Notfall auf eine schnelle Evakuierung vorbereitet zu sein.

Auslöser dafür war der Abfluss von Wassermassen aus dem prall gefüllten Stausee über einen bisher noch nie benutzten Hochwasserüberlauf. Am Sonntag entdeckten Ingenieure Risse im Erdreich. Ein Abrutschen des Hangs hätte eine Flutwelle auslösen können. Vorsichtshalber ordneten die Behörden die Räumung mehrerer Ortschaften an.

Der Wasserspiegel des Sees war am Montag soweit gefallen, dass der Notüberlauf nicht mehr benutzt werden musste. Stattdessen wurde mehr Wasser durch einen anderen Seitenkanal abgelassen, der allerdings auch beschädigt ist. Beide Anlagen sollten schnell befestigt werden, hieß es am Montag. Dazu wurden mit Steinen gefüllte Säcke per Hubschrauber abgesetzt. Weitere Regenfälle werden ab Donnerstag in der Region erwartet. Damit würde der Wasserpegel in dem Oroville-See wieder ansteigen.

Nancy Albrecht, eine Deutschlehrerin in Yuba City, erhielt am Sonntag die Nachricht von den Räumungen. »Mein Mann hat einige Koffer gepackt, aber die Straßen waren alle verstopft, er blieb daher im Haus«, sagte Albrecht der Deutschen Presse-Agentur. Sie selbst hielt sich bei Freunden außerhalb der möglichen Gefahrenzone auf.

Die heftigen Regenfälle in diesem Winter hätten »zu viel des Guten« gebracht, sagt Albrecht. Nach einer jahrelangen Dürre, in denen die Menschen Wasser rationieren mussten, kommt es in dem Westküstenstaat nun vielerorts zu Überschwemmungen, Flüsse treten über die Ufer, Straßen und Dämme werden beschädigt. 

Polizei auf Twitter

DWR auf Twitter

Mitteilung Jerry Brown

Sacramento Bee

Die große Flut: Wenn Staudämme brechen