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Kammermusik mit Salzburger Künstlern

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Reinhart von Gutzeit (links) und Andreas Fladvad-Geier präsentierten das Programm für die neue Saison. (Foto: Lienbacher)

Das Präsidiumsmitglied Reinhart von Gutzeit und der neue Konzertchef der Stiftung Mozarteum, Andreas Fladvad-Geier, präsentierten das Programm der Saison 2019/20, das in 26 Konzerten die vielfältige Welt der Kammermusik widerspiegelt.


Als »erstes Kind« des neuen Konzertchefs Fladvad-Geier trägt die nächste Saison der Stiftung Mozarteum komplett dessen Handschrift. »Bunt, mal fordernd, mal unterhaltend, Grenzen ausreizend, niemals langweilig und immer existenziell, so verstehen wir an der Stiftung die Nachfolge Mozarts und so soll unser Publikum es Konzert für Konzert von unseren Künstlerinnen und Künstlern erleben«, ist der Anspruch Fladvad-Geiers. Das neue Format legt den Schwerpunkt auf Salzburger Künstler, sozusagen als Rückgrat des Angebots, während Mozart das Herz bleibt.

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Eine besondere künstlerische Freundschaft besteht mit dem Salzburger Geiger Benjamin Schmid, der in den nächsten Jahren in die Zusammenarbeit all seine künstlerischen Facetten einbringen wird und bereits bei den »Dialogen« 2019 seinen Startpunkt setzt. Weitere Lokalmatadore sind das Stadler Quartett, das Mozarteum Quartett und die Salzburg Chamber Soloists. Als Vertreter der jüngeren Salzburger Generation konzertieren die Cellistin Julia Hagen oder das Amatis Trio, das von der Universität Mozarteum seine Prägung erfuhr.

Außerdem wird großes Augenmerk auch auf junge Musikerpersönlichkeiten gelegt, die am Anfang ihrer Karrieren stehen und als die »Stars von morgen oder übermorgen« zu entdecken sind. »The Winner is...« heißt es gleich zur Eröffnung am 26. September, wenn Gewinner internationaler Wettbewerbe sich in einer bunten Programmfolge vorstellen. Auch Frauen als Komponistinnen sollen beleuchtet werden, allen voran Clara Schumann.

Junge Künstlerinnen und Künstler setzen sich auf aufregende Weise mit der klassischen Musik auseinander und möchten ihre junge Sicht auf alte Werke, teilweise auch in moderierten Konzerten, vermitteln. So etwa aus Norwegen der Trompeter Tamás Pálfalvi und die Geigerin Eldbjørg Hemsing oder der schwedische Klarinettist Magnus Holmander, der französische Cellist Edgar Moreau, ebenso der Pianist Max Kromer oder die Pianistenbrüder Lucas und Arthur Jussen. Auch etablierte Namen wie Martin Stadtfeld dürfen nicht fehlen.

Ein neues Format, das neue Impulse setzen wird, ist die Reihe von vier ausgewählten Liederabenden, die auch als Abonnement buchbar sind. Der gefeierte Opernbass Günther Groissböck mit Gerold Huber am Klavier wird beim Programm »Herz-Tod« auch seine zartbesaiteten Facetten zeigen. Der Bariton Benjamin Appl ist der letzte Schüler von Dietrich Fischer-Dieskau und hat sich fast ausschließlich dem Lied-Gesang gewidmet. Der in England bereits als Star gehandelte Sänger wird sich mit Publikumsliebling Harald Krassnitzer als Rezitator auf eine gemeinsame »Winterreise« begeben.

Die ägyptische Sopranistin Fatma Said, erfolgreich zuletzt bei der Mozartwoche in der »Thamos«-Produktion, verbindet Blüten des europäischen Kunstgesangs mit faszinierenden Arabesquen ihrer ägyptischen Heimat, Malcolm Martineau ist dabei der Mann am Klavier. »Die Herrschaft der Liebe« ist der Mezzosopranistin Marie-Claude Chappuis zusammen mit dem Lautenisten Luca Pianca eine Herzensangelegenheit. Bei diesem musikalischen Literaturabend verbindet dazu die Schauspielerin Nikola Rudle Texte und Musik aus der Zeit Molieres. Rezitatoren sind außerdem Britta Bayer beim Amatis Trio und Hannes Eichmann bei Julia Hagen und »Franz Liszt in Italien«. Das Konzertformat »after work« wird weiterhin gepflegt, ebenso die Reihe »Orgel&Film«.

Es gibt wie immer unterschiedliche Abonnements, für den Wiener Saal wie auch für den Großen Saal. Informationen zum Programm, zu Karten und Abonnements gibt es online unter www.mozarteum.at, per E-Mail unter tickets @mozarteum.at und unter 0043/662/87 31 54. Elisabeth Aumiller