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Kammermusik – von klassisch bis modern interpretiert

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Nach dem Konzert stellten sich die Mitwirkenden noch zu einem Erinnerungsfoto auf. Schulleiter Bernd Amschler (Mitte) freute sich über das rege und vielfältige musikalische Leben an seiner Schule. (Foto: B. Heigl)

Unter dem Motto »Kammermusik« stellten Schülerinnen und Schüler des Traunsteiner Anette-Kolb-Gymnasiums sich solistisch und in Gruppen dem Publikum bei einem Konzert in der Schul-Aula vor. Erstaunlich, das sei gleich vorangeschickt, war das durchwegs hohe Niveau der Darbietungen.


Zwei unterhaltsame Stunden lang – an dieser Schule scheinen die meisten Schüler zu musizieren – dauerte die Veranstaltung, bei der sich die vielen Vortragenden, jeweils meist mit nur einem Musikstück vorstellten. Aber nicht nur Kammermusik, sondern auch moderne Töne, wie das solistisch vorgetragene Lied »Insel« der Band Juli, das Ronja Müller mit ungekünstelter Stimme und warmem Timbre gefühlvoll zur Gitarrenbegleitung interpretierte, trugen zur Unterhaltung bei. Auch der »Watermelon Man« und das »Don’t stop believing« von Journey, lässig und elegant interpretiert von Schülern aus der Q11/Q12, lockerte die sogenannte E-Musik ein bisschen auf.

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David Nassor aus der 9b, der schon seit 13 (!) Jahren Klavier spielt, ließ nach seinem Vortrag des Stückes »Hochzeitstag auf Troldhavgen« von Edvard Grieg ein ungläubig staunendes Publikum zurück, genauso wie sein Kollege Andreas Schatz, der den Abend mit einem fulminant und auswendig gespielten Boogie Woogie mit dem Titel »Be with me« von Axel Zwingenberger rasant ausklingen ließ.

Mit wohlklingenden Dissonanzen, auch wenn das wie ein Widerspruch in sich klingt, machte das Violinen-Trio Rebecca Thurner, Dorothea Steinbacher und Dr. Isabella Schiller-Dienstbier auf die moderne Musik neugierig. Das kleine aber feine »Prelude for a sad Princess« von Henk Badings war eines der herausragenden Stücke des Abends; man konnte die schöne und traurige Prinzessin geradezu vor sich sehen.

Etwas ganz Besonderes hatten sich die Schüler aus der 10a einfallen lassen. Sie präsentierten ein Filmmusik-Medley, dass Dorothea Steinbacher eigens für alle Stimmen auf bereits erstaunlichem Niveau harmonisch ineinandergreifend transponiert hatte, und das von Sigrun Häusl am Klavier, Dorothea Steinbacher an der Violine, Tatjana Reit und Johanna Lackner an den Querflöten gespielt wurde. Dazu gab es Fotos von den jeweiligen Filmen auf der Leinwand zu sehen. Barbara Heigl