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Kandace Springs lässt die Töne leuchten

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Kandace Springs
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Raumwandelrisch: Kandace Springs: Foto: Jeff Forney Foto: dpa

Klassisch und zeitgemäß zugleich. Die Sängerin Kandace Springs schafft den Spagat zwischen Jazz und Pop und legt ein traumwandlerisches Album vor.


Berlin (dpa) - Elegant ist das erste, was einem zur Stimme von Kandace Springs einfällt, elegant und sehr beseelt. Eine besondere Kraft geht von dieser Künstlerin aus, Kraft und zugleich eine Leichtigkeit, die man nicht einstudieren kann.

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Die junge amerikanische Jazzsängerin und Pianistin, deren Debüt »Soul Eyes« vor zwei Jahren für viel Aufmerksamkeit sorgte, legt jetzt mit »Indigo« (Blue Note/Universal) ein erstaunlich reifes, ausgewogenes Album vor, das gekonnt zwischen Jazz und Pop changiert. Das Indigo von Kandace Springs ist eine wunderbare Klangfarbe, so schillernd wie ein Regenbogen. Und ihre Songs klingen lange nach.

Sie stammt aus der Country-Hochburg Nashville, ihr Vater Scat Springs ist Soulsänger, und nach einigen Wanderjahren lebt Kandace Springs jetzt auch wieder in Nashville, der Wahlheimat vieler Künstler. Der Soul liegt bei ihr also in der Familie, aber mit dem Retrotrend hat diese Sängerin nichts zu tun. Sehr groovy geht es im Opener zur Sache, bevor sie mit »Breakdown« gleich eine wunderschöne Piano-Ballade nachlegt, um dann mit »Fix It« wieder eine neue Richtung einzuschlagen. So geht das weiter, ohne dass dieses hörenswerte Album in Beliebigkeit abdriften würde.

Der emotionale Höhepunkt von »Indigo« ist dann »Simple Things«, ein Song, auf dem Scat Kandace, der im letzten jahr eien Schlaganfall erlitten hat, in einer alten Aufnahme zusammen mit seiner Tochter zu hören ist.

Live kann man Kandace Springs im November bei zwei Konzerten erleben: 13. 11. Leverkusen, Leverkusener Jazztage, WDR Big Band feat. Kandace Springs; 20.11. Berlin, Quasimodo.

Website Kandace Springs