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»Kann nur ein Ziel geben«: FCK peilt Wiederaufstieg an

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Abschied
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Nach dem Abstieg verabschieden sich FCK-Coach Michael Frontzeck und sein Team von den Fans in Bielefeld. Foto: Guido Kirchner/dpa Foto: dpa

Der finanziell angeschlagene 1. FC Kaiserslautern muss sich in der 3. Liga neu aufstellen. Von der jetzigen Mannschaft wird nicht viel übrig bleiben.


Kaiserslautern (dpa) – Am Morgen nach dem wohl schwärzesten Tag in der 118-Jährigen Vereinsgeschichte des 1. FC Kaiserslautern strahlte das Fritz-Walter-Stadion auf dem altehrwürdigen Betzenberg im Sonnenschein.

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Doch der Glanz vergangener Tage besteht nur noch in Erinnerungen. Nach der 2:3-Niederlage bei Arminia Bielefeld ist der erstmalige Abstieg des viermaligen deutschen Meisters in die 3. Liga besiegelt. Der FCK peilt nun die direkte Rückkehr in den Profifußball an.

»Es kann für diesen Verein nur ein Ziel geben: sportlich und auch wirtschaftlich der Aufstieg«, sagte Sportdirektor Boris Notzon am Samstag. Der geplante Lizenzspieler-Etat von knapp fünf Millionen Euro für die kommende Saison sei für Drittliga-Verhältnisse ein gutes Budget. »Wir wollen von der Qualität her eine Zweitliga-Mannschaft zusammenstellen«, betonte Notzon. Doch das Projekt Wiederaufstieg wird für den finanziell angeschlagenen Traditionsverein ein riskantes Unterfangen.

Sicher ist bisher nur, dass Trainer Michael Frontzeck den Neuanfang und Umbruch gestalten soll. Welche Spieler den Weg nach unten mitgehen, ist noch offen. Vor Frontzeck, Notzon und Sportvorstand Martin Bader liegt viel Arbeit. Das Grundgerüst der Mannschaft soll in der kommenden Saison zu einem Drittel aus Spielern der aktuellen Mannschaft sowie aus Neuzugängen und Akteuren aus der eigenen Talentschmiede bestehen.

»Natürlich konnten wir uns auf die Situation vorbereiten. Für die meisten von uns war es aber sicherlich der schlimmste Tag in der sportlichen Karriere«, sagt Kapitän Christoph Moritz. Den 28-jährigen Führungsspieler müssen die Pfälzer in Zukunft ersetzen. »Die Zeit als Fußballer ist begrenzt. Wenn es die Möglichkeit gibt, weiter in der Zweiten Liga zu spielen, wird mir da bestimmt keiner böse sein«, sagte Moritz.

»Das ist ganz bitter für den Club und die gesamte Region«, sagte Frontzeck am Freitagabend. »Es tut mir weh für die Mannschaft, denn gefühlt ist es eigentlich ein Witz, dass wir absteigen.« Auch Bader war geknickt. »Natürlich ist es ein Tod auf Raten gewesen. Aber wir haben versucht, das Ganze noch am Leben zu halten.«

Die Fans des FCK hatten sich ebenfalls lange auf den Abstieg einstellen können. Das Training der Reservisten am Samstag auf dem Betzenberg fand praktisch ohne Zuschauer statt. »Der FCK ist jetzt am Boden«, stellte Bader fest. »Aber es kann eine schöne Aufgabe sein, ihn wieder aufzurichten.«

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