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Kaputter Rennanzug kostet Funk Top-10-Platz

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Der junge Profi-Triathlet Frederic Funk kam in Samorin auf den 11. Platz. (Foto: Funk)

Die Premiere ist geglückt! Frederic Funk von Triathlon Grassau ist bei seinem ersten Start bei der Challenge-Family-WM (auch »The Championship« genannt) im slowakischen Samorin am Ende auf dem 11. Platz gelandet – und das in einem Weltklasse-Starterfeld. »Damit bin ich ganz zufrieden«, sagte der 21-Jährige, der auch für das Team Erdinger Alkoholfrei startet, »schließlich war ich auch der Jüngste im Feld.« Die Athleten mussten dabei im und um das X-Bionic-Center 1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und 21,1 km Laufen. Funk meisterte die Distanzen in 3:44:21 Stunden.


Eine Sache wurmt den Profi-Triathleten dennoch. »Wäre mir das Missgeschick mit dem Rennanzug nicht passiert, wäre ein Top-10-Platz drin gewesen«, sagt er. Gleich beim ersten Wechsel ging nämlich der Reißverschluss seines Rennanzugs kaputt. »Ich habe dann noch versucht, ihn wieder einzufädeln«, erzählt er. Aber Funk hatte kein Glück und so musste er mit einem offenen Anzug aufs Rad. »Das kostet natürlich Speed und auch Kraft«, hebt er hervor.

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Dabei lief das Schwimmen noch so gut für ihn! Als Vierter kam er aus dem Wasser, verlor aber dann eben in der Wechselzone Platz um Platz. Anfangs ärgere man sich natürlich auch darüber, sagt er. »Aber es hilft ja nichts. Man muss dann einfach weitermachen und das Ganze ausblenden.« Funk gelang dies dann auch. »Meine Radleistung war ganz in Ordnung. Ich bin die 90 km unter zwei Stunden gefahren, was sehr gut ist.« Die Radstrecke war übrigens komplett flach, forderte den Athleten aber dennoch alles ab. »Ich persönlich finde das sogar deutlich anspruchsvoller, als wenn die Strecke hüglig ist,« erzählt Funk. »Man muss dann nämlich komplett in der Aero-Position fahren und das ist eben anstrengend.«

Frederic Funk merkte das dann auch beim Laufen. »Da war dann zwar der kaputte Anzug kein Problem mehr, aber es war sehr heiß. Und die erste Runde beim Laufen lief nicht so gut bei mir, da war ich noch ziemlich fertig vom Radfahren.« Doch dann fand Funk seinen Laufrhythmus. Nach vorne konnte er aber keinen Boden mehr gut machen. »Da war alles eng zusammen. Das ist für eine Mitteldistanz schon eher erstaunlich.«

Funk nimmt auf jeden Fall viele positive Eindrücke von dem Wettkampf mit, auch wenn dabei seine tolle Serie von Mitteldistanz-Podiumsplätzen erst einmal gerissen ist. »Darauf kann man aufbauen«, versichert er. »Ich kann mir nichts vorwerfen, das Feld war wirklich stark besetzt.«

Den Sieg in Samorin sicherte sich Sebastian Kienle. Nach 3:38:50 Stunden kam er ins Ziel und gewann das Rennen vor Pieter Heemeryck aus Belgien (3:39:22) und dem Amerikaner Rodolphe von Berg (3:39:47).

Für Frederic Funk, der in Nürnberg studiert, geht das Training jetzt gleich weiter und auch die nächsten Wettkämpfe sind schon geplant: Er startet am 23. Juni beim Stadttriathlon Erding, am 30. Juni steht dann die Challenge Walchsee auf dem Programm und am 27. Juli die Challenge Prag. Im August will Funk bei der Deutsche Meisterschaft über die Sprintdistanz in Berlin starten.

Die zweite Saisonhälfte hat der junge Triathlet noch nicht geplant. Aber sicher wird er noch beim einen oder anderen Challenge-Rennen dabei sein. Denn er will sich unbedingt auch 2020 für die Challenge-WM qualifizieren. »Ich bin zuversichtlich, dass ich das schaffen werde.« Und dann wird er einen neuen Angriff auf die Top 10 starten. SB