Katherine Jackson und TJ wollen geteiltes Sorgerecht

New York (dpa) - Einigung bei den Jacksons: Nach tagelangen Querelen um das Sorgerecht für die Kinder von Michael Jackson wollen sich Matriarchin Katherine und Enkel TJ die Verantwortung teilen. Ob der Familienstreit damit ein Ende hat, bleibt aber abzuwarten.

Katherine Jackson
Katherine Jackson ist wieder bei ihren Enkeln. Foto: Mike Nelson Foto: dpa

Nach einer turbulenten Woche mit Streit und Querelen scheint der Jackson-Klan auf Friedenskurs zu sein. Katherine Jackson und ihr Enkel TJ wollen sich das Sorgerecht für Michael Jacksons Kinder Paris, Prince und Blanket teilen. Das bestätigte Katherines Anwalt Perry Sanders am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Die 82-Jährige und TJ (34), der Sohn von Tito Jackson, wollten Anfang kommender Woche einen entsprechenden Antrag vor Gericht einreichen, hieß es. Bei einem gemeinsamen Treffen mit Prince, zu dem Paris und Blanket telefonisch zugeschaltet wurden, seien die Parteien laut dem Anwalt zu dieser Einigung gekommen.

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«Die neue Vereinbarung spiegelt die Wünsche der Kinder wider», so Sanders. Am Mittwoch hatte ein Richter das Sorgerecht für die drei Sprösslinge des 2009 gestorbenen Popsängers vorübergehend auf TJ, einen Cousin der Kinder, übertragen. TJ hatte sich bei Gericht darum bemüht, nachdem Katherine plötzlich und ohne Erklärung verschwunden war.

Nach dem Verschwinden Katherines hatten sich Mitglieder des Familien-Klans tagelang über den Kurznachrichtendienst Twitter und in den Medien gestritten. Am Montag soll es so hitzig hergegangen sein, dass sogar die Polizei auf dem Familienanwesen in Los Angeles anrückte.

Katherine kehrte schließlich am Donnerstag aus einer Erholungsklinik in Arizona zurück, nachdem ihre Enkelin Paris mehrfach per Twitter gefordert hatte, mit ihrer Großmutter sprechen zu dürfen. Katherines Sohn Marlon hatte sich darüber beklagt, dass einige seiner Geschwister die Mutter abschirmen würden. «Janet, Randy und Jermaine sagten, dass ich meine Mutter nicht sehen darf. Anordnung des Arztes», schrieb Marlon.

La Toya Jackson, die sich bisher öffentlich aus den Streitereien herausgehalten hatte, sendete am Freitag über Twitter positive Gedanken: «Ich schicke jede Menge Liebe, Licht und positive Energie an alle.» Großmutter Katherine und TJ scheinen das Kriegsbeil bei ihrem Treffen im Sorgerechtsstreit tatsächlich begraben zu haben.

Laut Sanders soll TJ künftig für den reibungslosen Alltag der Kinder verantwortlich sein. Er könnte somit über Schulpersonal, das Sicherheitsteam und Angestellte im Haus bestimmen. Sollte das Gericht dem Antrag zustimmen, werde Katherine Jackson sich um das tägliche Wohl, die Freizeit und das Taschengeld von Paris, Blanket und Prince kümmern.

«Sie ist sehr glücklich über die Aussicht, Michaels Kinder erziehen zu können, ohne dabei die anstrengenden Anforderungen eines so großen Haushaltes - wie die Aufsicht über das Personal - erfüllen zu müssen», so Sanders. Katherine wolle ihre Aufmerksamkeit darauf legen, als Großmutter für die Kinder da zu sein.

Medienberichten zufolge soll der Klan über Michael Jacksons Testament zerstritten sein. Der frühere «King of Pop» hatte sein Vermögen nach Angaben der «New York Daily News» unter der Mutter, seinen Kindern und wohltätigen Organisationen aufgeteilt. Die Geschwister gingen leer aus. Einige von ihnen fechten das Testament als Fälschung an.

La Toya Jackson bei Twitter