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Kaymers Krise bei US Open - Woods hadert mit den Putts

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Martin Kaymer enttäuschte bei den US Open. Foto: Erik S. Lesser Foto: dpa

Ardmore (dpa) - Martin Kaymer hat sich auch bei der 113. US Open nicht aus seiner Krise gespielt. Völlig gefrustet hatte der 28 Jahre alte Profigolfer schon seinen frühen Rückflug gebucht, dann aber im Merion Golf Club in Ardmore/Pennsylvania doch überraschend den Cut geschafft.


Alles, was danach kam, war nur noch ein Desaster. Mit enttäuschenden 225 (76+72+77) Schlägen rangierte der Rheinländer bereits vor der Abschlussrunde weit abgeschlagen auf Platz 63. «Es war wirklich schwer heute, die Fahnenpositionen waren noch kniffliger, außerdem hatten wir mehr Wind», sagte Kaymer nach seiner verkorksten Runde dem Internetportal Golf.de. «Es gibt so viele schöne Golfplätze in den USA, da war ich doch sehr überrascht, dass wir hier spielen.»

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Kaymer kritisierte vor allem die unnötig verlängerten Bahnen auf dem alten Golfkurs, der alle Weltklasse-Profis vor große Probleme stellte. «Am Ende liegt es aber natürlich an mir. Andere Spieler können hier ja auch gute Runden spielen. Ich habe einfach nur früh gemerkt, dass mir der Platz nicht liegt. Deshalb war ich schon froh, hier vier Runden gespielt zu haben», bilanzierte Deutschlands Bester.

Landsmann Marcel Siem (221 Schläge) spielte auf der dritten Runde wie Kaymer eine 77 und fiel damit vor den letzten 18 Löchern auf Position 44 zurück. «Ich habe leider den Wind überhaupt nicht richtig eingeschätzt. Um die zehn Mal ist der Ball direkt auf den Stock geflogen. Jedes Mal war er entweder zu lang oder zu kurz. Es war einfach ein Tag, an dem nichts zusammengepasst hat», sagte Siem, der zwischenzeitlich sogar in den Top 20 war. Die fehlende Konstanz wurde ihm zum Verhängnis.

Wie man mit den schwierigen Bedingungen am besten umgeht, demonstrierte Phil Mickelson, der als Spitzenreiter auf die Schlussrunde ging. Der viermalige Major-Champion aus den USA spielte am Samstag auf dem Par 70-Kurs eine Par-Runde und lag im Gesamtklassement mit 209 Schlägen einen Schlag unter Platzstandard. «Ich liebe es, vorne mitzuspielen», sagte der fünfmalige Zweite der US Open. Die beiden Amerikaner Hunter Mahan und Steve Stricker, sowie Charl Schwartzel (Südafrika) teilten sich mit einem Schlag Rückstand Rang zwei.

Chancenlos war der im Vorfeld als Topfavorit gehandelte Tiger Woods. Der Weltranglisten-Erste lag zehn Schläge hinter Mickelson und haderte vor allem mit seinen Putts. Die 76 war die schlechteste Runde in seiner Profi-Karriere, lediglich als 19 Jahre alter Amateur hatte er 1996 in Oakland Hills eine 77 gespielt. «Das ist sehr frustrierend, weil ich das Gefühl hatte, gut zu spielen. Ich habe nur nicht die Putts gemacht, die ich so dringend brauchte», sagte der 37-Jährige. Auf dem Platz schob er sich ernüchtert seine Basecap immer tiefer ins Gesicht. Nach der Runde empfing ihn Freundin Lindsey Vonn.

Für Aufsehen sorgte dagegen der 19 Jahre alte Amateur Michael Kim. «Es war ein großartiger Tag», sagte der amerikanische Student, der von Platz zehn aus ins Finale ging. Weil er ohne Caddie anreiste, begleitete ihn ein Taschenträger aus dem örtlichen Club, der ansonsten als Barkeeper arbeitet.

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