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Kein Angebot für Wolfsburgs Diego - Frist bis Sonntag

Wolfsburg (dpa) - Trotz diverser Medienberichte über Offerten internationaler Spitzenclubs für Mittelfeldstar Diego ist beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg bislang kein konkretes Angebot eingegangen.

Diego
Diego (M) hat beim VfL noch einen Vertrag bis 2014. Foto: Roland Hermstein Foto: dpa

Wolfsburger Zeitungen berichteten über das Interesse von Galatasaray Istanbul und intensive Bemühungen von Diegos bisherigem Club Atlético Madrid. Laut der «Wolfsburger Allgemeinen Zeitung» bieten die Türken eine Ablöse von acht Millionen Euro für Diego, der noch bis 2014 Vertrag beim VfL hat. Nach Clubangaben liegt aber immer noch keine offizielle Anfrage vor.

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VfL-Trainer Felix Magath hatte von Diego verlangt, bis Ende Juli ein konkretes Angebot eines Vereins vorzulegen. Andernfalls wolle er mit Diego in die Saison gehen. Die Frist verlängerte Magath nun bis Ende dieser Woche. «Auf einen Tag kommt es nicht an», sagte der VfL-Trainer und -Manager, der bis Sonntag, wenn die Niedersachsen ins Trainingslager nach Österreich aufbrechen, seinen finalen Kader für die kommende Bundesligasaison beisammen haben will.

«Bevor die Frage Diego nicht beantwortet ist, kann man der Mannschaft keine Struktur geben. Ob er bei uns auf der Zehn oder als hängende Spitze spielt, erarbeiten wir im nächsten Trainingslager», erklärte Magath, der den einstmals geächteten Diego zuletzt wieder ins Team integriert hatte. Sein Streit mit dem Brasilianer vom Mai 2011, als Diego das Team vor dem entscheidenden Spiel um den Klassenverbleib in Hoffenheim im Stich gelassen hatte, ist laut Magath inzwischen vergessen: «Ich habe keine Schwierigkeiten damit, dass sich ein Spieler mal falsch benommen hat.»

In der vergangenen Saison war Diego an Atlético ausgeliehen und beim Europa-League-Sieger zum Publikumsliebling geworden. Madrid gab nun Eduardo Salvio an Benfica Lissabon ab. Nach Angaben der «Wolfsburger Nachrichten» wollen die Spanier damit Diego finanzieren.