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Haftbefehle bei Grenzkontrolle vollstreckt

Kein Geld für Haftbefehl: Einreise auf A8 endet für zwei Straftäter im Gefängnis

Freilassing – Am Dienstag haben Bundespolizisten an der Kontrollstelle auf der A8 zwei Haftbefehle vollstreckt. Ein Bulgare und ein Ungar hatten in Deutschland noch jeweils Strafen im vierstelligen Euro-Bereich zu zahlen. Da sie das Geld dafür nicht bei sich hatten, brachten die Beamten die beiden ins Gefängnis.

Foto: dpa / Symbolbild

Gegen zwei Uhr nachts hat die Bundespolizei Freilassing an der Kontrollstelle Schwarzbach einen 35-jährigen Ungarn kontrolliert. Beim Abgleich seiner Personalien stellten die Beamten einen aktuell bestehenden Haftbefehl gegen den Mann fest, der von der Staatsanwaltschaft Augsburg ausgestellt war. Der ungarische Staatsangehörige war wegen eines Vergehens gegen das Tierschutzgesetz zu einer Strafe von 1200 Euro verurteilt worden. Er musste nun den Beamten zur Dienststelle nach Freilassing folgen.

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Am Nachmittag hielten die Bundespolizisten an derselben Örtlichkeit einen bulgarischen Staatsbürger an. Als sie ihn überprüften, stellten sie einen Haftbefehl wegen Trunkenheit im Verkehr, diesmal von der Staatsanwaltschaft Stade erlassen, fest. Gegen den Mann bestand eine offene Geldstrafe in Höhe von rund 1500 Euro. Da der Bulgare den Betrag nicht bezahlen konnte, wurde er zur Inspektion nach Freilassing gebracht.

Die beiden festgenommenen Personen konnten die geforderten Beträge nicht bezahlen. Die Freilassinger Bundespolizisten lieferten den Ungarn für 40 Tage ins Bad Reichenhaller Gefängnis, den 47-jährige Bulgaren für die Dauer von rund zwei Monaten in die Justizvollzugsanstalt Bernau am Chiemsee ein.

Pressemeldung der Bundespolizei Freilassing