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Kein Umzug, kein Schießen, keine Musik

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Kaplan Josef Rauffer hätte sich an seinem letzten Fronleichnamsfest im Stiftsland vor seinem Weggang einen traditionelleren Festtag gewünscht. (Fotos: Franz Heger)
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Es sind momentan andere Zeiten.

Marktschellenberg – Auch in Marktschellenberg hatte die Corona-Pandemie umfangreiche Auswirkungen auf die Fronleichnamsfeier, die in der Grenzgemeinde in der Regel noch stark traditionsverbunden durchgeführt wird.


Auf vieles musste heuer verzichtet werden: auf den »Weckruf« des Weihnachtsschützenvereins Götschen-Schellenberg, auf die Schützenmesse mit den Fronleichnamsschützen, dem Trommlerzug und der Musikkapelle in der Pfarrkirche, auf den Kirchenzug mit dem Pfarrer unter Marschmusikklängen sowie auf das Schießen der Fronleichnamsschützen zur Opferung, zur Wandlung und zur Kommunion.

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Die anschließende Prozession macht normalerweise an vier Altären Halt und dazu schießen die Fronleichnamsschützen jeweils ihren Salut. Nach dem Schlusssegen endet die Prozession üblicherweise mit dem Einzug in die Kirche und dem Schlussgebet. Auf all das musste heuer verzichtet werden und Kaplan Josef Rauffer bedauerte bei seiner Begrüßung den Umstand, dass sein letzter Fronleichnamstag vor seinem Weggang ohne die Ausschöpfung der Traditionen erfolgen müsse. So bleibe ihm nur, all seine Kraft und Wünsche für das Wohl der Pfarrgemeinde in den Eucharistischen Segen am Ende des Festgottesdienstes zu legen. Nach dem Aussetzen des Allerheiligsten in der Kirche erfolgte der Segen, der die Gläubigen für den Rest des Tages begleitete und die Hoffnung stärkte, dass die Pandemie bald ein Ende findet und das Leben in der Kirche und auch draußen wieder in normale Bahnen zurückfindet. Franz Heger