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Keine Chance für das Notteam

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Schongau - Mit einem absoluten Notteam reiste der EV Berchtesgaden zum Auswärtsspiel nach Schongau am Lech. Dabei musste Trainer Jiri Lupomesky auf acht Kaderspieler verzichten. Wären mit den Juniorenspielern Toni Gadringer, Christian Fegg und dem ehemaligen Akteur Stephan Reiser nicht drei Spieler mitgefahren, die gar nicht vorgesehen waren, hätte der EV Berchtesgaden gar nicht antreten können.


Bereits in der dritten Minute »klingelte« es erstmals. Danach jedoch hielten sich die Berchtesgadener fast zehn Minuten wacker und Sylvester Brandner gelang in Überzahl auf Zuspiel von Florian Schäfer in der neunten Minute sogar der Ausgleich. Der eisenharte Verteidiger Schäfer stellte sich trotz einer angebrochenen Rippe in den Mannschaftsdienst, während andere mit fadenscheinigen Ausreden ihren Einsatz verweigerten. Mit einem Doppelschlag in der 12. Minute zog Schongau auf 3:1 davon und baute diese Führung bis zum Drittelende (18., 20.) auf 5:1 aus.

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Auch im Mitteldrittel hielten sich die Berchtesgadener zunächst wacker. Bis in die 32. Minute blieb es beim 5:1. Danach jedoch brachte ein neuerlicher Doppelschlag (32.) einen 7:1-Vorsprung der Gastgeber, die dann noch einen Treffer zum 8:1 vor dem Schlussabschnitt nachlegten.

Und auch im letzten Drittel dauerte es fast zehn Minuten, ehe Schongau die Treffer neun (50.) und zehn (52.) gelangen. Den Schlusspunkt jedoch setzte der EV Berchtesgaden, als Richard Kroll wiederum in Überzahl nach klugem Zuspiel von Verteidiger Stefan Fegg der zweite Treffer zum Endstand von 10:2 glückte.

Der geschlagenen Truppe war kein Vorwurf für die zweistellige Niederlage zu machen. Doch von den Daheimgebliebenen sollte sich der eine oder andere fragen, ob er sich mit einem Mannschaftssport die richtige Sparte ausgesucht hat. Nachwirkungen vom Kramperllauf sollten bei den Entschuldigungen jedenfalls keine Rolle spielen.

So verdienten sich alle EVB-Spieler trotz der klaren Niederlage eine gute Note, vor allem Goalie Hans Gahut, der in der 32. Minute in den Kasten ging und danach nur drei Gegentore hinzunehmen hatte.

Im recht fairen Match bekamen die Schongauer 12 Strafminuten, die Berchtesgadener nur sechs.

EV Berchtesgaden: Fröhlich (32. Gahut); Giritzer, Kohl, F. Schäfer, S. Fegg; Irlinger, Brandner, Kroll, Reiser, Edfelder, Gadringer, C. Fegg. cw